Hilflos im Wüstensand – die Bundeswehr in Afghanistan

von Stefan Buch, Britta von der Heide, Maike Rudolph
Bundeswehr-Soldat beim Einsatz in Afganistan © Picture-Alliance / dpa

Anschläge auf Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan gehören inzwischen zum Alltag. Dass die Taliban nicht besiegt oder vertrieben sind, gibt selbst Verteidigungsminister Jung zu. Deshalb will er die Truppe aufstocken: von 3500 auf 4500 Mann. Ob das reicht?

Von Anfang an galt für den deutschen Afghanistan-Einsatz: zu halbherzig, zu wenig, zu spät. Die Hilfe zum Aufbau von Wirtschaft und Infrastruktur war mickrig. In diesem Sommer kam eine Dürre mit Ernteausfällen hinzu - in Afghanistan muss man mit so etwas rechnen. Keine Jobs, nichts zu essen - das treibt nun den Taliban neue Leute in die Arme. Und die Taliban werden immer erfolgreicher. Ein effizienter Schutz gegen ihre Anschläge gelingt immer seltener. Die Bundeswehr ist inzwischen vor allem mit dem eigenen Überleben beschäftigt. Eine Aufstockung um 1000 Soldaten wird daran wenig ändern.

Panorama über die "Mission Impossible" der Bundeswehr in Afghanistan.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 09.10.2008 | 22:00 Uhr