Unschuldig hinter Gittern - Staat lässt Justizopfer im Stich

Leben auf wenigen Quadratmetern, abgeschnitten von Familie, Freunden und der Welt. Immer wieder landen Menschen unschuldig hinter Gittern, verbüßen zum Teil jahrelange Haftstrafen - bis sich schließlich doch ihre Unschuld herausstellt. Vom Staat steht ihnen dann eine Wiedergutmachung zu.

Ein Häftling wird in seiner Zelle eingeschlossen © dpa - Bildfunk

Unschuldig hinter Gittern - Staat lässt Justizopfer im Stich
Leben auf wenigen Quadratmetern, abgeschnitten von Familie, Freunden und der Welt. Immer wieder landen Menschen unschuldig hinter Gittern, verbüßen zum Teil jahrelange Haftstrafen.

Doch die Freiheit des Menschen ist in Deutschland nicht viel wert. Wer unschuldig in Haft gesessen hat, bekommt ein Schmerzensgeld von gerade mal 11 Euro pro Tag. Und selbst darauf müssen Betroffene lange warten. Manche kehren als gebrochene, zerstörte Menschen aus der Haft zurück, können nicht mehr in ihr früheres Leben zurückkehren. Der Kampf um den Ausgleich des erlittenen Schadens ist langwierig und reich an Hindernissen. Wenn der Staat einem Bürger in Deutschland zu Unrecht die Freiheit entzieht, kommt er sehr billig davon.

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Das Erste | Panorama | 05.07.2007 | 21:45 Uhr