Gefälschte Beweise, inszenierte Bilder - Die Bilanz der Kriegslügen

von Bericht: Jochen Graebert, Dietmar Schiffermüller, Ilka Steinhausen
George W. Bush bei einer Rede im Weißen Haus. © dpa - Report Foto: EPA/SHAWN THEW

Zwei Monate nach dem Irakkrieg stehen die Sieger als Lügner da: George W. Bush und Tony Blair haben stets behauptet, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen und das legitimiere den Krieg. Doch alle angeblichen Beweise entpuppen sich jetzt als plumpe Fälschungen, Fernsehbilder, die um die Welt gingen, erweisen sich als inszeniert - fast täglich fliegen den Kriegsherren neue, peinliche Enthüllungen um die Ohren. US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz gab bereits öffentlich zu, Saddams Waffen seien nur vorgeschoben gewesen. Blair und Bush müssen sich vorwerfen lassen, die ganze Welt vorsätzlich belogen und betrogen zu haben.

Fieberhaft lassen sie nun den Irak durchkämmen, gefunden haben sie bisher nur zwei Laborfahrzeuge, allerdings ohne jede Spur von Kampfstoffen. Den UNO-Inspekteuren wird andererseits die Einreise ins Land verwehrt. So mehrt sich der Verdacht, die Sieger wollten ihre Kriegsgründe möglichst unauffällig nachträglich fabrizieren - und damit weiter lügen wie bisher.

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Panorama | 12.06.2003 | 20:15 Uhr