12.06.03 | 20:15 Uhr

Verlogene Veteranen - Gebirgsjäger verdrängen Kriegsverbrechen

von Bericht: Iris Ockenfels, Ariane Reimers
Gipfel in den Alpen © picture alliance / Bildagentur Huber Fotograf: Bildagentur Huber

Schneebedeckter Gipfel in den Alpen.

Pfingsttreffen der Gebirgsjäger im bayerischen Mittenwald. Ehemalige Wehrmachtssoldaten und Angehörige der Bundeswehr gedenken gemeinsam ihrer gefallenen Kameraden vor kitschig-schöner Alpenkulisse. Von den Massakern, die die Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg anrichteten, kein Wort. Schlimmer noch - die alten Kameraden beschönigen die Verbrechen der eigenen Truppe: "Wer sagt denn, dass das Verbrechen waren - das war Krieg, aber kein Verbrechen."

Dabei ermordeten deutsche Gebirgsjäger allein 5.000 italienische Soldaten auf der griechischen Insel Kephallonia auf barbarische Weise, mähten die wehrlosen Kriegsgefangenen mit MG-Feuer nieder oder erstachen und erschlugen sie. Eine beispiellose Bluttat, bis heute ungesühnt und verdrängt.

Panorama über die Kameradschaft der Kriegsverbrecher und das Leiden der Opfer.