23.02.12 | 21:45 Uhr

Neue Arbeitswelt, altes Rentensystem: Wer sind die Verlierer?

von Tamara Anthony, Ben Bolz, Tina Soliman

Immer wieder wird am Rentensystem herum gedoktert. Da werden die Entgeltpunkte verändert, die Rente dynamisiert, Nullrunden beschlossen oder Nachhaltigkeitsfaktoren eingebaut. Eines jedoch bleibt beständig: Die Aufteilung aus dem vorletzten Jahrhundert in die drei Gruppen Angestellte, Selbständige und Beamte. Ein Relikt aus altem Standesdenken – mit eklatanten Ungerechtigkeiten.

Während Beamte eine Mindestpension von knapp 1400 Euro bekommen, gibt es bei Rentnern keine Grenze nach unten. Dafür aber haben Angestellte eine Grenze nach oben, mehr als etwa 2400 Euro können sie aus der Gesetzlichen Rentenversicherung nicht bekommen. Bei Beamten gibt es keine Obergrenze.

Noch schlechter dran ist ein Teil der Selbstständigen: Im Kaiserreich waren sie eher Fabrikbesitzer, daher gab es für sie keine Rente. Doch die Logik ist überholt. Inzwischen sind immer mehr Selbständige Alleinunternehmer. Sie verkaufen nur ihre Arbeitskraft. Betriebseigentum, das später ihre Rente absichern könnte, besitzen sie nicht.

Panorama berichtet über das völlig überholte Rentensystem und hält ein Plädoyer für eine einheitliche Rentenkasse - von Angestellten, Beamten und Selbständigen.

Stand: 22.02.12 09:39 Uhr