Atomendlager: Warum der Süden verschont bleibt

Dass bei der Entscheidung für Gorleben als Atommüll-Endlager vor mehr als 30 Jahren weniger die geologische Eignung des gleichnamigen Salzstockes als politisch-strategische Gründe des damaligen CDU-Ministerpräsidenten Ernst Albrecht im Vordergrund standen, ist mittlerweile eine weit verbreitete Einschätzung.

Die Lagerhalle für die atomaren Behälter im Zwischenlager in Gorleben. © dpa Foto: Peter Steffen

Bislang gibt es in Gorleben nur ein oberirdisches Zwischenlager.

Doch warum wir es uns bis heute leisten, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern nur einen einzigen Standort zu erkunden, ist immer noch unklar. Es gäbe nicht nur andere Salzstöcke, sondern auch Alternativen wie Ton- oder Granitformationen. Die Schweiz etwa favorisiert solche Tonformationen - und auch Süddeutschland verfügt über Gebiete, die möglicherweise besser als Endlager geeignet wären als Gorleben. Aber da soll nach dem Willen von Bürgermeistern und Ministerpräsidenten am liebsten keiner nachschauen.

Panorama über die verhinderte Suche nach einem besseren Endlager.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen 04.11.2010 | 22:00 Uhr