Nazi-Zentrale - NPD unterwandert Kleinstadt

von Bericht: Andrea Röpke, Volker Steinhoff
Straßenschild von Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) © picture-alliance/ ZB

"Dumm und gewalttätig" - so ist das Klischee vom typischen Neonazi. In der friedlichen Kleinstadt Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern meinte man daher bis vor kurzem, kein größeres Problem mit Rechtsextremismus zu haben. Doch von vielen unbemerkt fand eine Art "braune Siedlungsbewegung" statt: Aus ganz Deutschland zogen NPD-Aktivisten in die Region um Lübtheen. Viele von ihnen Handwerker und Kleinunternehmer - vermeintlich respektable Bürger also. Jetzt hat der Landtagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern begonnen, und viele der Zugezogenen entpuppen sich als Organisatoren des NPD-Wahlkampfs. Und es könnte noch schlimmer kommen: In Lübtheen soll, so der Plan der NPD, eine Art Zentrale und Kaderschmiede der Partei aufgebaut werden. Inzwischen hat sich bei einigen Lübtheener Widerstand formiert, aber die ungebetenen Neubürger lassen sich kaum mehr aus der Stadt vertreiben.

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Das Erste | Panorama | 29.06.2006 | 21:45 Uhr