Erst ausgegrenzt, dann abgezockt - Senioren in der Unfallversicherung

von Bericht: Michael Cordero und Katrin Prüfig
Eine alte Frau sitzt auf einer Parkbank. © picture-alliance/ ZB Foto: Arno Burgi

Sollte der Staat die Rente von Geringverdienern aufstocken? Darüber ist in der Regierungskoalition ein Streit entbrannt. Welche Rezepte taugen, um der Armut im Alter zu begegnen?

Die Versicherungsbranche hat den lukrativen Seniorenmarkt entdeckt. In schönen TV-Spots werden Unfallversicherungen angepriesen, exklusiv für alte Menschen. Das Rundum-Sorglos-Paket sieht - jedenfalls in der Werbung - so aus: Die Versicherung zahlt bei Unfall und vermittelt zu allem Überfluss auch gleich noch Putzfrau und Haushaltshilfe. Klingt gut und ist vor allem teuer! Doch trotz des hohen Preises sind die neuen Policen der Verkaufsschlager der Branche. Denn bislang standen viele alte Menschen plötzlich ganz ohne Unfallversicherung da, weil sie aus ihren bisherigen Verträgen rausgeschmissen wurden: zu alt, zu großes Risiko, kein Profit.

Experten und Verbände fordern nun, dass die normalen, billigeren Unfallversicherungen auch für alte Menschen weiterlaufen sollen. Rückenwind gibt Ihnen der Entwurf des neuen rot-grünen Antidiskriminierungsgesetzes. Erstmals wird darin Alter gesetzlich wirksam vor Diskriminierung geschützt. Doch dagegen kämpfen CDU und FDP - und damit letztlich auch gegen die Alten.

Dieses Thema im Programm:

Panorama | 12.05.2005 | 21:45 Uhr