Die Gäste im Studio



Esther Bejarano

Künstlerin und Auschwitz-Überlebende

Esther Bejarano © dpa Fotograf: Jens Büttner

Esther Bejarano

Kurzbiografie: Geboren am 15. Dezember 1924 in Saarlouis. In der Hoffnung, Bejarano vor der NS-Rassenpolitik beschützen zu können, schicken ihre Eltern sie in ein Vorbereitungslager zur Auswanderung nach Palästina. Doch dazu kommt es nicht mehr. 1941 verlegen die Nazis sie gemeinsam mit anderen Auswanderungswilligen in Zwangsarbeiterlager. 1943 wird sie nach Auschwitz deportiert. Dort überlebt sie, weil sie im Mädchenorchester spielt. Später wird sie von den Nazis in das Frauen-KZ Ravensbrück gebracht. Nach dem Krieg geht Bejarano nach Israel und studiert Musik. 1960 kehrt sie mit Mann und Kindern nach Deutschland zurück und betreibt zunächst eine Wäscherei, später eine Boutique. Bejarano setzt sich seit vielen Jahren gegen Rassismus und Antisemitismus ein, gemeinsam mit ihrem Sohn spielt sie in einer Rap-Band gegen rechts. Ihre Geschichte erzählt Bejarano auch in zwei autobiografischen Büchern.




Monika Grütters (CDU)

Staatsministerin für Kultur und Medien

Monika Grütters © Christof Rieken Fotograf: Christof Rieken

Monika Grütters

Kurzbiografie: Geboren am 9. Januar 1962 in Münster/Westfalen, Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft in Münster und Bonn. Grütters ist zunächst u.a. Lehrbeauftragte für Kulturmanagement an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin und Pressesprecherin in der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, bevor sie 1995 bis 2005 Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus ist. Seit 1998 ist Grütters Mitglied des Landesvorstandes der Berliner CDU sowie seit 2005 Mitglied im Deutschen Bundestag. Dort ist sie Mitglied der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe. Staatsministerin für Kultur und Medien wird sie 2013. Seit 2016 führt Grütters die Berliner CDU als Landesvorsitzende an und ist CDU-Präsidiumsmitglied. Seit 1999 doziert außerdem an der Freien Universität Berlin.



Sawsan Chebli (SPD)

Berlins Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales

Sawsan Chebli © Sharon Back Fotograf: Sharon Back

Sawsan Chebli

Kurzbiografie: Geboren am 26. Juli 1978 in Berlin, Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2001 tritt Chebli in die SPD ein. Nach Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin u.a. im Bundestag wird sie 2014 stellvertretende Sprecherin im Auswärtigen Amt. Seit 2016 ist Chebli Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales in der Senatskanzlei Berlin. Im vergangenen Jahr gründete sie den Berliner Arbeitskreis gegen Antisemitismus.



Wenzel Michalski

Direktor Human Rights Watch Deutschland, Michalskis Sohn wurde antisemitisch angegriffen

Wenzel Michalski

Wenzel Michalski

Kurzbiografie: Geboren am 24. Dezember 1962 in Hamburg, Studium der Geschichte und Politik in Heidelberg und Hamburg. Nach einem Volontariat beim NDR ist Michalski zunächst beim MDR Dresden, später für NDR Kultur tätig. 1996 wechselt er zu Sat.1 und geht als Korrespondent nach London. Von 2004 an moderiert er für den Sender N24, bis er 2010 Direktor des deutschen Büros von Human Rights Watch wird. Michalskis Vater hat als Kind in Verstecken den Holocaust überlebt. Im letzten Jahr ist Michalskis Sohn an einer Berliner Schule beschimpft und gewürgt worden, weil er Jude ist.



Julius H. Schoeps

Historiker und Politikwissenschaftler

Julius H. Schoeps © Beatrice Schubert Fotograf: Beatrice Schubert

Julius H. Schoeps

Kurzbiografie: Geboren 1942 in Djursholm (Schweden), Studium der Geistesgeschichte, Politik- und Theaterwissenschaft in Erlangen und Berlin. Nach seiner Promotion ist Schoeps als Verlagslektor tätig. Später habilitiert er sich und wird Professor für Politische Wissenschaft und Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an der Universität in Duisburg. Nebenamtlich ist er Gründungsdirektor des Jüdischen Museums der Stadt Wien. 1991 bis 2007 hat Schoeps eine Professur für Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt deutsch-jüdische Geschichte inne. Außerdem war er langjähriger Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam.

Dieses Thema im Programm:

Anne Will | 28.01.2018 | 21:45 Uhr