Norwegen
Prinz Haakon - Norwegens Thronfolger
Es ist ein prunkvolles Fest, als sich Norwegens Kronprinz und die bürgerliche Mette-Marit am 25. August 2001 im Dom von Oslo das Jawort geben. Das Who's who des europäischen Hochadels, darunter das schwedische Königspaar, der britische Thronfolger Prinz Charles und Dänemarks Monarchin Margrethe zählen zu den Hochzeitsgästen. In der Innenstadt schwenken Tausende Schaulustige Flaggen in den Nationalfarben des Landes, als die Frischvermählten in einem schwarzen Oldtimer durch die Straßen fahren.
Gut gerüstet für den Thron
Adelsexperten spekulierten jüngst über eine Abdankung von König Harald. Haakon jedenfalls könnte ihn jederzeit beerben. Schon 2003 übernimmt er während einer Krebserkrankung seines Vaters die königlichen Amtsgeschäfte für einige Monate in vollem Umfang.
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Militärdienst bei der Marine
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Auch als Kadett gibt der junge Haakon schon eine staatliche Figur ab.
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Seitdem besitzt Norwegen ein neues Traumpaar - wenngleich der bisherige Lebenslauf der beiden kaum unterschiedlicher sein könnte. Haakon Magnus kommt am 20. Juli 1973 als zweites Kind von König Harald V. und Königin Sonja in Oslo zur Welt. Seine Kindheit verbringt er wohlbehütet auf dem Landsitz Skaugum nahe der Hauptstadt. Der Kronprinz besucht staatliche Schulen, macht 1992 Abitur und geht danach zur Marine. Ab 1995 studiert er Politikwissenschaft an der Universität Berkeley, Kalifornien, 1999 besteht er das Examen. Anschließend nimmt Haakon ein Studium der Rechts- und Sozialwissenschaften in Oslo auf. Zudem arbeitet er als Diplomaten-Anwärter im Osloer Außenministerium.
Von der Party-Queen zur Kronprinzessin
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Vom Aschenputtel zum Liebling der Norweger: Kronprinzessin Mette-Marit.
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Mette-Marit ist nur wenige Tage jünger als ihr Mann. Am 25. August 1973 wird sie in Kristiansand an der Südküste Norwegens geboren. Dort wächst sie in normalen bürgerlichen Verhältnissen auf. Unter anderem jobbt die skandinavische Schönheit als Kellnerin, Verkäuferin und Model, beginnt Anthropologie und Journalistik zu studieren, macht aber keinen Abschluss. 1997 bringt sie ihren unehelichen Sohn Marius zur Welt.
Kurz vor der Hochzeit sorgt Mette-Marit Tjessem Høiby, so ihr bürgerlicher Name, mit Geständnissen zu ihrer Zeit als Partykönigin des Osloer Nachtlebens für Aufregung. Von durchfeierten Nächten und Drogenkonsum spricht sie. Und davon, dass sie diesen Teil ihrer Vergangenheit sehr bereue.
Kleiner Mann ohne Prinzentitel
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Gruppenbild mit Oma Sonja: die königliche Familie im Sommerurlaub.
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Einer alten norwegischen Tradition zufolge haben männliche Nachkommen den Vorrang vor weiblichen Thronerben. Daher steht Haakon die Rolle des Thronfolgers zu und nicht seiner zwei Jahre älteren Schwester Märtha Louise. Ab der nächsten Generation gilt diese Regelung nicht mehr, sodass das erste Kind des Kronprinzen, die am 21. Januar 2004 geborene Prinzessin Ingrid Alexandra, in der Thronfolge hinter ihrem Vater steht. Marius, Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, erhält keinen Platz in der Thronfolge und auch keinen Prinzentitel. Am 3. Dezember 2005 freut sich die ganze Nation mit Haakon und Mette-Marit über die Geburt von Prinz Sverre Magnus - was so viel heißt wie "großer wilder Mann".





