Stéphanie - Die Skandalprinzessin

Stéphanie - Die Skandalprinzessin

von Sebastian Theby

Prinzessin Stéphanie von Monaco beim 34. Internationalen Zirkusfestival 2009 in Monte Carlo. © picture alliance / dpa Fotograf: Franz Chavaroche

"Ich würde in meinem Leben nichts anders machen wollen", sagt Stéphanie anlässlich ihres 45. Geburtstages.

Anlässlich ihres 45. Geburtstages im Jahr 2010 hat Stéphanie von Monaco rückblickend auf ihr bisheriges Leben nachdenkliche Töne angeschlagen. "Fehler sind wichtig, weil man aus ihnen lernt.

Ich würde in meinem Leben nichts anders machen wollen, sonst wäre ich nicht die, die ich heute bin". Und in der Tat verlief das Leben der jüngsten Tochter von Rainier III. und Gracia Patricia von Monaco für adelige Verhältnisse zumindest recht abwechslungsreich.

Das Leben von Prinzessin Stéphanie

1966: Fürst Rainier III. und seine Frau Gracia mit den Kindern Albert, Caroline und Stéphanie.

Die verkleidete Stéphanie mit ihrer Mutter Gracia Patricia 1968.

Prinz Albert, Rainier III., Prinzessin Stéphanie und Gracia Patricia (von links) während eines Winterurlaubes in der Schweiz 1968.

23. September 1971: Prinz Albert begleitet seine Schwester Stéphanie zusammen mit Fürstin Gracia Patricia auf ihrem ersten Schulweg.

Das Oberteil lässt es schon vermuten: Stéphanie ...

... in den 90er-Jahren.

Nicht zu übersehende Ähnlichkeit: Stéphanie (links) mit ihrer älteren Schwester, Prinzessin Caroline von Hannover, während des Rot-Kreuz-Balles am 5. August 2005 in Monaco.

Ihr Gesichtsausdruck mag dem Zufall geschuldet sein - und doch: Stéphanie hatte nach eigener Aussage durchaus Probleme mit ihrem adeligen Familienhintergrund. Vorn im Bild: Bruder Prinz Albert II.

Neben Stéphanies erster Tochter Pauline verblasst der Clown ganz gewaltig.

Zirkus, ...

... Zirkus, ...

... Zirkus: Seit 2005 ist Stéphanie Schirmherrin des Internationalen Zirkusfestivals von Monte Carlo.

Die Rolle als Schirmherrin des Zirkusfestivals ermöglicht auch besondere Begegnungen mit Tieren.

2008 füttert sie als Schirmherrin einen Elefanten mit Weißbrot ...

... und schließt 2010 Freundschaft mit zwei Robben.

Im Kampf gegen Aids ist die Fürstentochter jedoch auch in weniger schrillen Gefilden unterwegs, hier auf der Bühne bei der Fight Aids Gala 2008 in Monte Carlo.

Eher unstete Vergangenheit

23. September 1971: Prinz Albert begleitet seine Schwester Stephanie zusammen mit Fürstin Gracia Patricia auf ihrem ersten Schulweg. © Picture-Alliance / dpa

Prinz Albert begleitet seine Schwester Stéphanie zusammen mit Fürstin Gracia Patricia auf ihrem ersten Schulweg.

Am 1. Februar 1965 geboren und dann in Monaco aufgewachsen, legt sie zunächst ihr Abitur in Paris ab. Anschließend folgt eine längere Sinnsuche: abgebrochene Ausbildung zur Modedesignerin, Fotomodell, Ausflüge in die Popmusik der 80er-Jahre ("Irresistible") - all diese Lebensstationen hätten, so sagt sie selbst, ihre Spuren hinterlassen. Besonders dramatisch: ein Autounfall im Jahr 1982, bei dem Stéphanie schwer verletzt wird und in dessen Folge ihre Mutter ums Leben kommt. Diverse Liebschaften während der 90er-Jahre und im aktuellen Jahrtausend bescheren der Monegassin einen Sohn sowie zwei Töchter, hinterlassen in der Öffentlichkeit jedoch mitunter den Eindruck einer eher ungefestigten Persönlichkeit, die - nach eigenem Bekunden - mit ihrem adeligen Familienhintergrund nur bedingt im Reinen ist.

"Das Leiden etwas lindern"

Prinzessin Stéphanie von Monaco auf der Bühne bei der Fight Aids Gala 2008 in Monte Carlo. © dpa - Report Fotograf: Nebinger-Orban

Prinzessin Stéphanie von Monaco auf der Bühne bei der Fight Aids Gala 2008 in Monte Carlo.

Doch es gibt auch positiv wahrgenommene Konstanten im Leben Stéphanies: Neben ihrer Vorliebe für die Zirkuswelt - seit 2005 steht sie als Schirmherrin dem Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo vor - ist sie Präsidentin der Aids-Hilfe-Organisation "Fight Aids" und Sondergesandte des UN-Programms UNAIDS. Diese Arbeit, so die Fürstentochter, sei für sie eine Art Lebensantrieb geworden: "Jeder Mensch kommt in seinem Leben an einem bestimmten Zeitpunkt an, wo er sich auf einmal für bestimmte Dinge bereit fühlt. Den Kranken Zeit zu widmen, ihnen zu helfen und im Gegenzug ein Lächeln zu erhalten und zu wissen, dass man das Leiden zumindest etwas lindern kann, erfüllt mich."

Das Leben nach den Kindern ausgerichtet

Der "schönste Beruf" seien jedoch ihre Kinder: "Die schönsten Momente in meinem Leben waren die Geburten meiner drei Kinder Louis, Pauline und Camille. Mein Leben und meine Arbeit richten sich nach meinen Kindern aus." Sie wünsche sich, dass die Welt "weniger egoistisch wird und dafür solidarischer. Ich bin vielleicht eine Idealistin. Aber ich glaube daran."

Stand: 28.01.10 10:30 Uhr

In Kürze

Stéphanie Marie Elisabeth Grimaldi, Prinzessin von Monaco

* 1. Februar 1965

Ehen:
1. Juli 1995 - 4. Oktober 1996 mit Daniel Ducruet (* 27. November 1964)

12. September 2003 - 24. November 2004 mit Adans Lopez Peres (* 1975)

Kinder:
Louis Robert Paul
(* 26. November 1992)

Pauline Grace Maguy
(* 4. Mai 1994)

Camille Marie Kelly
(* 15. Juli 1998)