Charlene Wittstock - "Goldfisch" am Haken
Charlene Wittstock - "Goldfisch" am Haken
von Stephan Schaar
Lange, sehr lange hat das kleine Fürstentum am Mittelmeer darauf gewartet: Fürst Albert II. von Monaco hat nach vielen Jahren als eingefleischter Junggeselle am 2. Juli 2011 seine Dauerfreundin Charlene Wittstock geheiratet. Offenbar ist es wirklich die große Liebe und war nicht nur ein Sturm im Wasserglas. Auf jeden Fall hat der sportbegeisterte Fürst mit der blonden Schwimmerin aus Südafrika einen echten Goldfisch am Haken.
Blonde Afrikanerin mit deutschen Wurzeln
Charlene Lynette Wittstock erblickt am 25. Januar 1978 in der Stadt Bulawayo in Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, das Licht der Welt. Zusammen mit ihren beiden jüngeren Brüdern wächst sie in Benoni, einem Vorort von Johannesburg, in Südafrika auf. Ihr Ururgroßvater, Gottlieb Wittstock, war 1861 aus Zerrenthin im heutigen Mecklenburg-Vorpommern via Hamburg nach Südafrika ausgewandert. Ihr Vater Michael Wittstock hat einen eigenen Betrieb und unterstützt seine Tochter bei ihren vielseitigen sportlichen Ambitionen.
Karriere als Schwimmerin
Bereits als Jugendliche zieht die begeisterte Schwimmerin Charlene wegen der besseren Trainingsbedingungen an die warme Ostküste Südafrikas nach Durban. In ihrer Jugend gewinnt sie die Südafrikanischen Meisterschaften und wird Mitglied der 4x100-Meter-Lagenstaffel der Republik Südafrika, die bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney immerhin den fünften Platz erreicht. 2001 und 2002 gewinnt sie die Goldmedaille beim Schwimm-Weltcup über 100 Meter Rücken. Als sie 2008 ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen von Peking aufgrund von Schulterproblemen absagen muss, beendet sie ihre Karriere als aktive Sportlerin. Nach ihrer Zeit als Schwimmerin ist die blonde Schönheit auch als Model für Schwimmanzüge und Bademode sehr gefragt und unter anderem in dem berühmten Magazin "Sports Illustrated" zu bewundern.
Der Lebemann und die Leistungssportlerin
Noch etwas unsicher zeigt sich Charlene an der Seite von Albert bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking.
Fürst Albert II. von Monaco lernt die damals 22-Jährige im Jahr 2000 bei Schwimm-Wettkämpfen in Monaco kennen. Doch mehr als ein Flirt scheint zwischen der Sportlerin und dem ewigen Junggesellen - noch - nicht zu laufen. 2003 wird Albert Vater eines Sohnes mit einer Flugbegleiterin, nach der Geburt seiner Tochter 1992, deren Mutter eine amerikanische Serviererin ist, bereits das zweite uneheliche Kind des lebenslustigen Thronfolgers. Weitere Jahre vergehen, bis die Beziehung des Paares enger werden soll.
Schon 2008 zeigt sich bei einer Gala in Monaco, wer der künftige Star der Fürstenfamilie sein wird.
Erst als Charlene ihren Fürsten bei offiziellen Anlässen wie der Eröffnungszeremonie zu den Olympischen Spielen 2006 in Turin und dem berühmten Formel-1-Rennen von Monaco begleitet, kommen erstmals Gerüchte über eine Verlobung auf. Weitere Nahrung für die Gerüchteküche liefert das Paar mit gemeinsamen Auftritten bei der traditionsreichen Rot-Kreuz-Gala 2006 in Monaco und beim Finale des Rugby World Cup 2007. Das Fürstenhaus dementiert weiterhin jegliche Hochzeits-Spekulationen, während Charlene und Albert sich mit überraschender Selbstverständlichkeit gemeinsam auf offiziellen Terminen zeigen.
Verlobung nach Traumhochzeit in Schweden
Schick in Schale bei der Traumhochzeit 2010: Albert und Charlene gemeinsam auf dem roten Teppich in Schweden.
Bei der Hochzeit von Kronprinzessin Victoria von Schweden und Daniel Westling muss die bürgerliche Charlene allerdings noch in der Stuhl-Reihe hinter ihrem Fürsten sitzen. Vielleicht hat diese Feier dem Paar den letzten Ruck gegeben, sich nun auch zu trauen. Nur vier Tage nach der Traumhochzeit in Schweden gibt das Fürstenhaus von Monaco am 23. Juni 2010 die Verlobung von Fürst Albert II. mit Charlene Wittstock bekannt. Am 2. Juli 2011 gibt sich das Paar schließlich im Hof des Grimaldi-Palastes von Monte Carlo vor Gott und der Welt das Jawort. Bereits einen Tag zuvor heiratet das Paar standesamtlich.
Porträt
Stand: 02.07.11 20:19 Uhr