Stand: 05.05.17 11:24 Uhr

Royalty inside: Herzogin Kate am Auslöser

von Leontine von Schmettow

Wenn ein Mitglied einer Königsfamilie Geburtstag hat, ist es üblich, dass der Hof aus diesem Anlass neue Fotos veröffentlicht. Insbesondere bei den jüngsten Prinzen und Prinzessinnen werden diese Aufnahmen stets mit Spannung erwartet. Erstens weil die Kinder nicht so oft in Erscheinung treten wie ihre Eltern, zweitens weil sie sich von Jahr zu Jahr natürlich stärker verändern, und drittens weil diese Bilder meist einfach nur niedlich sind.

Charlotte: Kate und Williams kleine Prinzessin

"Geschenk" ans Volk

Auch das Porträt von Prinzessin Charlotte anlässlich ihres zweiten Geburtstags ist so ein kleines "Geschenk" ans Volk. Die dunkelblonden Haare seitlich gescheitelt, den Blick ein wenig skeptisch nach oben gerichtet, wirkt die Kleine ganz und gar nicht wie ein dressiertes Prinzesschen, sondern wie ein normales Mädchen, das seinen ganz eigenen Kopf hat. Das Besondere: Es war Charlottes eigene Mutter, die auf den Auslöser gedrückt und diese Seite ihrer Tochter festgehalten hatte.

Authentische Kinder-Aufnahmen

Kate ist eine talentierte Fotografin mit einem guten Auge, das bestätigen auch Profis. Vor ihrer Ehe mit Prinz William studierte sie Kunstgeschichte, absolvierte ein Praktikum beim renommierten Fotografen Mario Testino und knipste Bilder für die Website der Firma ihrer Eltern, ein Versand für Kindergeburtstagsartikel. Eine gute Schule offenbar - auch hier gelangen Kate besonders süße und authentische Kinder-Aufnahmen.

Den Kindern aufwendige Shootings ersparen

Die schönsten Bilder, die wir von George und Charlotte kennen, stammen tatsächlich von der Herzogin selbst. Darunter die ersten Porträts der Geschwister nach Charlottes Geburt, Schnappschüsse der kleinen Prinzessin im Garten von Anmer Hall und George bei der Einschulung in den Kindergarten. Die Gründe liegen aber nicht allein in Kates Fotografierkünsten. Mindestens so wichtig: William und Kate wollen ihren Kindern aufwendige Shootings mit professionellen Fotografen möglichst ersparen. William erinnert sich wahrscheinlich noch gut an Furcht einflößende Situationen, in denen er einer Schar von Objektiven ausgesetzt war, etwa als er selbst in den Kindergarten kam. Als wäre so ein Ereignis nicht schon aufregend genug.

Umgang mit Presse steuern

William und Kate wissen, dass sie die Presse brauchen, aber sie wollen den Umgang mit ihr weitgehend selbst steuern. Sie wissen, dass sie ihr Leben auf gewisse Weise mit der Öffentlichkeit teilen müssen. Gleichzeitig wollen sie ihre Privatsphäre und die ihrer Kinder so gut es geht schützen. Daher die Strategie ihrer Medienberater: Nachrichten über die sozialen Netzwerke selbst verbreiten, die Fotos am besten selbst schießen. Übrigens scheint das Talent hierfür in Kates Familie zu liegen: Das erste Porträt von ihr, William und George (und Hund Lupo) schoss vor vier Jahren Kates Vater Michael im Garten der Middletons in Bucklebury.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Mein Nachmittag | 11.05.2017 | 16:20 Uhr