Royalty inside: Die Polo-Prinzen und die Liebe

von Leontine von Schmettow
Prinz Harry zu Pferd beim Poloturnier in Ascot am 7. Mai 2017. © picture alliance / empics

Prinz auf Pferd: fast schon zu klischeebehaftet, um wahr zu sein - aber funktioniert häufig.

Wenn es eine Sache gibt, die Prinz Philip, Prinz Charles und die Prinzen William und Harry gemeinsam haben, dann ist es die Liebe zum Polosport. Der Prinzgemahl ist in den vergangenen Jahrzehnten zwar lieber Kutsche gefahren, anstatt sich auf den Rücken eines Pferdes zu setzen, doch als junger Mann machte er eine äußerst stattliche Figur auf dem Polofeld. Die Queen, seit ihrer Jugend schwer verliebt in den Deutsch-Griechen, war als Ehefrau damals sicher nicht die Einzige, die ihn vom Spielfeldrand aus anschmachtete.

Besondere Wirkung des Sports

Bis heute lassen sich die Windsor-Prinzen gerne beim Polo von ihren Liebsten anfeuern, zuletzt Prinz Harry, der Anfang Mai erstmals seine amerikanische Freundin Meghan Markle zum Turnier in Ascot mitbrachte. Die besondere Wirkung des Sports auf das andere Geschlecht hat in der Familie Tradition. Lernte Prinz Charles nicht 1970 am Rande eines Polomatches Camilla Shand kennen, seine lebenslange Liebe? Jeder kennt das berühmte Foto aus der Zeit, auf dem die beiden vor einem Baum stehen, Camilla im roten Polohemd, der Prinz noch leicht erhitzt vom Spiel.

Erstes Date beim Polo

Prinz Charles und Lady Diana © picture-alliance / dpa Fotograf: Shelley

Prinz Charles nahm Diana mit zum Polo - warm wurde sie damit allerdings nicht.

Als Charles zehn Jahre später nach einer standesgemäßen Braut Ausschau hält und sein Auge auf die junge Diana Spencer fällt, lädt er sie - quasi als erstes Date - zum Polo ein. Abermals ein gutes Omen? Eher nicht. Zwar kommt auch Diana als junge (und schwangere) Ehefrau desöfteren mit, wenn Charles an den Wochenenden Polo spielt. Aber für Pferde oder Ponys kann sie sich nicht erwärmen. Und auch die Liebe zum Prinzen kühlt bekanntlich nach und nach ab.

William und Harry erliegen dem Polo-Fieber

Die beiden Söhne hingegen erliegen ganz dem Polo-Fieber, wie schon der Vater und der Großvater zuvor. Während William solide reitet, gilt Harry als wirklich talentierter und draufgängerischer Spieler. Beide verbinden gerne das Angenehme mit dem Nützlichen: Bei Turnieren treten sie meist für einen guten Zweck an und sammeln Gelder für ihre Stiftungen. Die Zuschauer kommen und spenden gerne - sind die sportlichen Prinzen doch eine unvergleichliche Attraktion.

Kate am Spielfeldrand

2008 sorgt dann eine junge Dame am Spielfeldrand für Aufmerksamkeit. Kate Middleton, Prinz Williams Freundin, wird in Ascot zum ersten Mal unter den Zuschauern gesichtet. Zwar nicht auf der Tribüne, sondern dezent mit Freunden zwischen den parkenden Autos. Doch das Signal ist trotzdem klar: Nach der vorübergehenden Trennung  im Vorjahr macht William endlich ernst mit der Bürgerlichen. Zwei Jahre später gibt das Paar seine Verlobung bekannt.

Verschwitzter Kuss an den Seitenlinie

Kann es Zufall sein, dass Prinz Harry jetzt ausgerechnet denselben Ort und Anlass wählt (wieder ist es die Audi Polo Challenge), um seine Freundin in die britische Society einzuführen? Dass die Engländer spätestens seit diesem verschwitzten Kuss an der Seitenlinie auf die nächste royale Hochzeit hoffen, wundert jedenfalls nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Mein Nachmittag | 11.05.2017 | 16:20 Uhr