Stand: 03.05.17 13:46 Uhr

William und Kate wollen Schmerzensgeld

Prinz William und Ehefrau Kate vor dem Eiffelturm in Paris. © picture alliance / abaca Fotograf: Pool/ABACA

Laut "Closer" seien die Nacktbilder Kates "dem Ansehen des Paares" förderlich gewesen.

1,5 Millionen Euro - das ist die Höhe des Schmerzensgeldes, die Prinz William und Herzogin Kate vom französischen Klatschmagazin "Closer" fordern. Diese Summe nannte "Closer"-Anwalt Paul-Albert Iweins am Dienstag beim Prozess gegen zwei Verantwortliche des Magazins und zwei Paparazzi in Nanterre bei Paris. Den Angeklagten wird wegen 2012 veröffentlichter Fotos der barbusigen Kate eine Verletzung ihrer Privatsphäre vorgeworfen. Das Urteil soll am 4. Juli verkündet werden.

"Das sanfte Streicheln der Sonne der Provence"

"Closer" hatte im September 2012 Fotos veröffentlicht, die Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet auf der Terrasse eines privaten Anwesens in der Provence in Südfrankreich zeigten. Die Bilder waren offenbar mittels eines Teleobjektivs aufgenommen worden. Die Zeitschrift kommentierte die Fotos mit Sprüchen wie "Kate bietet ihre Brust dem sanften Streicheln der Sonne der Provence" und "Eine Ehefrau, die sich wohl in ihrem Körper fühlt und vor ihrem Mann nichts zu verstecken hat."

Veröffentlichung "besonders schmerzhaft"

Kate und William "schockiert" über die Veröffentlichung der Aufnahmen vor knapp fünf Jahren, wie ihr Anwalt erklärte. Weil es an die Umstände des Todes von Williams Mutter Diana erinnere, sei die Veröffentlichung "besonders schmerzhaft" gewesen. "Lady Di" war 1997 in Paris bei der Flucht vor Paparazzi bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der Anwalt der Gegenseite, "Closer"-Anwalt Iweins, kritisierte die Schadenersatzforderung der Royals als überzogen, die Aufnahmen hätten ein "dem Ansehen des Paares förderliches Bild" gezeigt. Außerdem habe ein "legitimes Interesse" an der Veröffentlichung der Bilder bestanden.

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Mein Nachmittag | 11.05.2017 | 16:20 Uhr