Das Leben von Kronprinzessin Victoria

Das Leben von Kronprinzessin Victoria

Volksnah und freundlich: Doch den Erwartungen als Tronfolgerin gerecht zu werden, fällt Victoria nicht immer leicht. Heute übernimmt sie zusammen mit Ehemann Prinz Daniel immer mehr repräsentative Aufgaben im schwedischen Königshaus.

Am 14. Juli 1977 wird Kronprinzessin Victoria Ingrid Alice Désirée geboren. Im Kreise der Familie feiert sie hier ihr erstes Weihnachtsfest.

Aller guten Dinge sind drei: Mit Prinz Carl Philip (1979) und Prinzessin Madeleine (1982) sammelt die große Schwester Victoria schon erste Erfahrungen in ihrer zukünftigen Rolle als Vorbild.

Die Kronprinzessin als Lichterkönigin Lucia. Dieser skandinavische Brauch in der Vorweihnachtszeit symbolisiert den Sieg des Lichts über die Dunkelheit. Traditionell wird zu diesem Fest auch der skandinavische Glühwein Gløgg serviert.

Zu ihren Geschwistern hat die Kronprinzessin ein besonders herzliches Verhältnis. Mit Carl Philip und Madeleine kann sie ihre Sorgen besprechen.

Ende der 90er-Jahre kann das schwedische Königshaus die Ess-Störung der Kronprinzessin nicht mehr leugnen. Ein Auslandsstudium verschafft ihr den nötigen Freiraum, um zur Ruhe zu kommen.

Wieder vollständig genesen, übernimmt Victoria ab 2000 erneut repräsentative Pflichten. Ob bei Staatsempfängen, wie hier mit Nelson Mandela, diversen Ausbildungsstationen bei der Regierung oder als Schirmherrin karitativer Projekte - Victoria fühlt sich in ihrer Rolle immer wohler.

Zum schwedischen Nationalfeiertag am 6. Juni schlüpfen Silvia, Victoria und Madeleine in die typische Tracht und strahlen in den Landesfarben um die Wette. Den Herren bleibt dieses Privileg verwehrt - das kann einem schon die Laune verderben.

Eine Prinzessin zum Anfassen: Victoria ist sehr volksnah und sucht bei offiziellen Anlässen gerne den Kontakt zu ihren Landsleuten. Dabei hat sie meist ein Ohr für die kleinen und großen Fans - wie hier, anlässlich ihres 30. Geburtstages im Juli 2007.

Für seine Damen macht sich auch ein König gerne zum Clown. Während Carl Gustaf vor den Paparazzi salutiert, zeigen Silvia und Victoria ihnen bei einem Formel-1-Rennen lieber die Zähne.

Zahlreiche Stationen durchläuft die Kronprinzessin, um sich auf das Amt als Königin vorzubereiten. Unter anderem macht sie auch ein Praktikum beim schwedischen Außenwirtschaftsrat in Berlin und ist von der deutschen Hauptstadt begeistert.

In Daniel Westling findet Prinzessin Victoria ihren Seelenverwandten. Die beiden lernen sich 2002 kennen, als die Monarchin ihn als Privat-Trainer engagiert. Der Hof zeigt sich von der Verbindung mit dem Inhaber eines Fitness-Studios zunächst wenig begeistert.

Vor allem Papa Carl Gustaf soll gegen die Beziehung mit dem unstandesgemäßen Daniel gewesen sein. Dabei müsste er Tochter Victoria am besten verstehen - schließlich ist Silvia auch nicht blaublütig. Zu guter Letzt gibt er seinen Segen.

Mit Daniels Eltern, Ewa und Olle Westling, verbringt Victoria gerne ihre Zeit. Die Normalität ihrer Schwiegerfamilie ist eine gute Abwechslung zum Alltag als Prinzessin.

Endlich ist es so weit: Im Februar 2009 geben Victoria und Daniel ihre Verlobung bekannt. Als Hochzeitstermin wird der 19. Juni 2010 gewählt. 44 Jahre zuvor hat Carl Gustaf seiner Silvia das Jawort gegeben - ein gutes Omen.

Schloss Haga ist das Hochzeitsgeschenk der schwedischen Regierung an Daniel und Victoria. Dort bezieht das Paar gleich nach der Hochzeit seinen ersten gemeinsamen Wohnsitz. Die Schweden hoffen, dass möglichst viele Zimmer der Residenz als Kinderzimmer ihre Bestimmung finden.

19. Juni 2010: Victorias großer Tag ist gekommen. Sie trägt die Krone, die schon den Kopf ihrer Mutter bei deren Hochzeit 34 Jahre zuvor zierte. Endlich heiratet sie ihren Daniel - den Prinzen aus dem Volk.

Der lange ersehnte Nachwuchs erblickt am 23. Februar 2012 das Licht der Welt: Prinzessin Estelle heißt der neue Star im schwedischen Königshaus. Nach Skandalen und Negativschlagzeilen löst die kleine Prinzessin eine Welle der Sympathie für die Royals aus.

Stand: 14.07.07 15:00 Uhr