Das königliche Schloss Amalienborg

Schloss Amalienborg in Kopenhagen. © Picture-Alliance / dpa

Schloss Amalienborg besteht aus einem Ensemble von vier Rokoko-Palais.

König Frederik V. hatte Mitte des 18. Jahrhunderts den Wunsch nach einem repräsentativen Paradeplatz inmitten der Hauptstadt Kopenhagen. Da ihm seinerzeit das Geld fehlte, schenkte er vier reichen Adeligen den Grund und Boden. Er versprach ihnen Steuererlass auf Jahrzehnte unter der Bedingung, dass sie dort nach Plänen des Hofbaumeisters Nikolei Eigtved vier Rokoko-Palais bauen sollten.

Diese vier Gebäude, die um einen achteckigen Platz gruppiert sind, in deren Mitte ein Reiterdenkmal König Frederiks V. steht, gingen im Jahre 1794 in den Besitz des Königshauses über. Als das Schloss Christiansborg vor den Toren Kopenhagens abbrannte und König Christian VII. samt Hofstadt obdachlos war, ließ er eine angemessene Behausung suchen. Die Palais waren das Modernste, das die Stadt zu bieten hatte und bis heute blieb es Wohnsitz der Königsfamilien.

Alt trifft Neu in Kopenhagens Residenz

Wachablösung vor dem Goldenen Käfig

Wachwechsel vor Schloss Amalienborg in Kopenhagen © Picture-Alliance / dpa / Photoshot

Die Bärenfellmützen sind auch in Dänemark das Markenzeichen der königlichen Leibgarde.

Heute ist die Wachablösung der Leibgarde vor der Residenz, die auch "Goldener Käfig" genannt wird, ein besonderes Schauspiel. Sie findet jeden Tag um 12.00 Uhr statt, allerdings nur wenn die Königin in der Stadt ist und das königliche Banner über Amalienborg weht. Die Wachsoldaten marschieren von Schloss Rosenborg bis zum Schloss Amalienborg und nach der Zeremonie wieder zurück. Eines der vier Gebäude, das Kronprinzenpalais, beherbergt darüber hinaus das Glücksborger Museum.

Stand: 05.05.11 16:09 Uhr