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09.02.2012 | 19:53 Uhr

09. Februar 2008

Meine DDR

FDJ-Abordnung bei der Demonstration zum 1. Mai 1951 in Halle. © NDR/akg-images/Gardi
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Das Ende der DDR ist mehr als 20 Jahre her, aber über die DDR wird lebendiger denn je diskutiert. Der Streit um die Deutung des SED-Regimes ist ein wiederkehrender Beiklang der politischen Debatte der Bundesrepublik. Einigkeit besteht noch lange nicht, auch wenn die Einheit längst vollzogen ist. Solange aber das biografische Gepäck der ehemaligen DDR-Bürger nicht ernst genommen wird, wird auch die DDR noch lange durch die politische Kultur spuken.

Alltag in der DDR

Wie sah sie aus, die Alltagswirklichkeit der DDR-Bürger? Die Dokumentation unternimmt einen Erklärungsversuch. Über zwei Jahre lang hat ein wissenschaftlich begleitetes Projektteam Biografien von DDR-Bürgern aus allen Zeitabschnitten und Lebensbereichen recherchiert und mehr als einhundert Interviews geführt. In diesem Film erzählen zehn ehemalige Bürger der DDR von Politik und Alltag in dem sozialistischen Staat, von Illusionen und Realitäten.

Spuren- und Verständnissuche

Der junge Stasimann Hagen Koch (rechts) aus dem Wachregiment "Feliky E. Dzierzynski" zieht den weißen Grenzstrich am Checkpoint Charly. © NDR/privat
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Entlang der Chronologie von 1945 bis 1990 entwickeln sich aus den individuellen Lebenslinien Spannungsbögen, die mit den Ereignissen der Zeitgeschichte interagieren. Die Zeitzeugen illustrieren keine historischen Fakten, sondern treiben durch ihre Lebenswege die Erzählung voran. Die historische Analyse weicht einer Spurensuche vor Ort, nah an der gefühlten Wahrheit des Einzelnen, und schafft dadurch Verständnis für unterschiedliche Positionen.

Neue Bilder einer bekannten Geschichte

Rolf Henrich © NDR/privat
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Es sind teils bekannte, teils unbekannte Menschen, welche die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Zeitreise durch ihr Leben und 40 Jahre DDR-Geschichte nehmen. Ihre Lebensläufe werfen ein neues Licht auf die historischen Eckpfeiler der DDR-Historie und legen offen, warum der zweite deutsche Staat ein schwieriges Land war, was ihn zusammenhielt und warum er unterging.  Neu entdecktes Archivmaterial und unveröffentlichte Privataufnahmen dokumentieren unbekannte Seiten der DDR-Geschichte. Durch die Recherchen zu diesem Film fand sich unter anderem ein Filmdokument aus dem Jahr 1963, in dem Grenzsoldaten offen über ihren Schießbefehl reden.

Archiv

Grenzenlos im Norden - Der Mauerfall

Trabis an der B208 bei Mustin © NDR Fotograf: Sigurd Müller

Persönliche Schicksale, Alltag in Ost und West, Begegnungen an der Grenze: Zeitzeugen erinnern sich an das Wendejahr 1989 im Norden.

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Sendedaten

Meine DDR - Dokumentation im NDR Fernsehen

14.06.2010 23:15 Uhr
21.06.2010 23:15 Uhr
28.06.2010 23:15 Uhr
05.07.2010 23:20 Uhr

Ein Film von Kathrin Pitterling, Kristin Siebert, Michael Heuer, Tom Ockers und Gunther Scholz.

Erstsendung: 28.01.2009 im Ersten

Bilderstrecke
Pastor Uwe Holmer (r.) © NDR/privat

Zeitzeugen und ihr Alltag.[mehr]

Weitere Informationen
Zeitzeuge: Hagen Koch © NDR/privat,
Weitere Informationen
Hans-Jürgen Börner (Foto: ARD / Gita Mundry)

Hans-Jürgen Börner: Das Fernsehprojekt "Meine DDR"

"Holen wir die Reflektion nach, geben wir uns diese Chance ..."[mehr]

Weitere Informationen

Lutz Marmor: "Ein Leuchtturmprojekt"

Der Intendant des NDR mit einem Vorwort.[mehr]

Buchtipp

Das Buch zur Sendung

Meine DDR - Leben im anderen Deutschland
von Florian Huber
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Rowohlt Berlin Verlag GmbH
Erscheinung: 01.09.2008
Preis: 19,90 Euro
ISBN-10: 3871346152
ISBN-13: 978-3871346156

Internet-Links

Forschungs-Ergebnisse, Publikationen und Informationen zur Nutzung des Archivs der Birthler-Behörde.

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Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW