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10.02.2012

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Sendung vom 18. Februar 2010

Verbrechen ohne Strafe: Steuersünder retten sich mit Selbstanzeige

Steuern hinterziehen - das ist in Deutschland offenbar ein Kavaliersdelikt. Denn selbst ein Steuerhinterzieher, der jetzt wegen kopierter Schweizer Bankdaten fürchten muss, entdeckt zu werden, hat nicht unbedingt mit schlimmen Konsequenzen zu rechnen. Nach einer kleinen Selbstanzeige sind schon alle Sünden vergeben, die eigentliche Strafe, etwa Gefängnis, bleibt erspart.

Eigentlich soll der Paragraf "Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung" Menschen mit schlechtem Gewissen eine Rückkehr in die Legalität verschaffen. Eigentlich. Doch nach Panorama-Recherchen dient er vor allem denen als Freibrief, die sowieso bald auffliegen würden. Denn diese Steuerhinterzieher werden in der Regel frühzeitig gewarnt, wenn ihre Kontodaten abhanden gekommen sind. Panorama liegen Briefe von Banken vor, die ihren feinen Kunden ganz offen zur Selbstanzeige raten – kurz bevor es zu spät ist. In kaum einem anderen Deliktbereich lässt der Rechtsstaat Täter so einfach davon kommen.

Brille, Taschenrechner und Kugelschreiber auf einem Formular zur Einkommenssteuererklärung © picture-alliance/dpa Fotograf: Oliver Berg

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CDU-Logo an einer blauen Wand © ddp Fotograf: Marcus Brandt

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