Peer Steinbrück: Wie viel Ehrlichkeit verträgt der Wähler?

17.01.13 | 21:45 Uhr

Peer Steinbrück: Wie viel Ehrlichkeit verträgt der Wähler?

von Ben Bolz, Johannes Edelhoff & Nils Naber

Lange Zeit war es sein Markenzeichen und ein Garant für gute Umfragewerte: Peer Steinbrück ist einer der wenigen Politiker, der sagt, was er denkt. "Klare Kante" nennt man diese Eigenschaft, und man findet sie selten bei deutschen Politikern, die sich nur allzu gerne diplomatisch äußern und im Ungefähren bleiben.

S

Projekktor V%{_version}

OK

Fehler melden:

Abbruch

Bitte senden Sie diesen Text an internet.technik@ndr.de:

Vielen Dank, dass Sie uns bei der Verbesserung unseres Angebotes helfen!

OK

Tastaturbelegung:

Leertaste Abspielen / Pause ESC Stop

Lautstärke suchen

v Vollbildmodus t Ton aus m Ton an

Der Mauszeiger muss sich über dem Player befinden.

OK

00:00:00
  • S P
  • 00:00:00
    00:00:00
  • N V
  • T M
  • U
    • Hilfe:
    • Tastatur
    • Fehler melden
    • Player Info
    • Playerformat:
    • Flash
    • HTML
    • automatisch
    • Qualität:
    • höchste
    • mittlere
    • geringe
    • automatisch
    E

Wie viel Ehrlichkeit verträgt der Wähler?
Peer Steinbrücks klare Haltung war lange Garant für gute Umfragewerte. Doch seit er als Kanzlerkandidat antritt, sorgt eben diese "klare Kante" für Unmut.

Zu viel Ehrlichkeit für die Politik?

Peer Steinbrück ist da anders - doch seit er Kanzlerkandidat ist, muss er feststellen, dass zu viel Ehrlichkeit auch nach hinten losgehen kann. Die Debatte über das Kanzlergehalt - eigentlich hat Steinbrück nur das gesagt, was seit Jahren viele Politiker sagen: In der freien Wirtschaft wird man besser bezahlt als in der Politik. Doch als Kanzlerkandidat, der gerade eine Diskussion über Nebenverdienste hinter sich hat, hätte man auf diese Äußerungen eigentlich verzichten müssen. Nicht so Steinbrück: Ehrlichkeit geht vor Diplomatie.

Das politische Leben von Peer Steinbrück

Die damalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis, holte Peer Steinbrück 1993 in ihr Kabinett als Wirtschaftsminister.

2005 verlor Steinbrück die Wahlen als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Damit endete die 39 Jahre andauernde Vorherrschaft der SPD in dem Bundesland.

Die Nähe Steinbrücks zur Wirtschaft - hier mit dem Hauptgeschäftsführer und dem Präsident des IHK - betrachten viele Genossen mit Skepsis.

Respekt in der Bevölkerung verschaffte sich Steinbrück, als er bei Ausbruch der Finanzkrise 2007 als Bundesfinanzminister mit Kanzlerin Angela Merkel regierte.

Peer Steinbrück auf dem SPD-Parteitag in Berlin. Er will offenbar Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten 2013 werden.

Altkanzler Helmut Schmid ist Steinbrücks Mentor. Für ihn ist der ehemalige Finanzminister der richtige Kanzlerkandidat.

Schließlich wird Steinbrück am 9. Dezember auf einem Sonderparteitag mit 93,45 % zum Kanzlerkandidaten gewählt - das zweitschlechteste Ergebnis überhaupt.

Der frischgebackene Kanzlerkandidat sorgt mit allerlei Patzern für miese Umfragewerte.

Doch auf dem Parteitag in Augsburg sorgt er für stehende Ovationen und minutenlangen Applaus.

(77) Kommentare

jetzt kommentieren

Henrypriwitzer schrieb am 19. Juli 2013 um 06:48 Uhr:

Meienmacht

Vor allem verträgt der Wähler KEINE Medienmacht die ALLEINE bestimmen will WER Kanzler wird oder auch nicht. Die einseitig abduckt um Anderen zu gefallen und sich damit selber hofiert. Die derzeitig... | mehr

Mangero Juergen schrieb am 15. März 2013 um 19:49 Uhr:

Peer Steinbrück

Solange er zu den Wähler ehrlich ist, kein Problem. Aber als Diplomat fast nicht akzeptabel. Wer austeilt, muss auch einstecken können. | mehr

Nur zu Besuch schrieb am 8. Februar 2013 um 09:13 Uhr:

Ehrlichkeit schön und gut

Allgemein bin ich für ehrlichere Politiker, wenn sie nebenbei auch noch eine klare Ausdrucksweise haben find ich auch das wunderbar. Einfach einmal davon ausgegangen das Steinbrück ein ehrlicher... | mehr

Kalle Blomquist schrieb am 29. Januar 2013 um 13:57 Uhr:

Direkt aus der CDU-Parteizentrale

Die typische Reaktion eines sich tarnenden CDU-Wählers. Immer schön dran denken: Du sollst nicht falsch Zeugnis legen wider deinen nächsten! In der Hölle, in die du damit kommst, hilft dir Angela... | mehr

Rosita B schrieb am 20. Januar 2013 um 19:02 Uhr:

Peer Steinbrück: Wie viel Ehrlichkeit verträgt der Wähler

Ein Lob an Panorame: endlich ein Beitrag der sich nicht im Mainstream der gängigen flachen Politikerschelte bewegt, sondern Aussagen im Zusammenhang zitiert (Interview der FAZ zu Kanzlergehalt). Nun... | mehr

Stand: 17.01.13 08:00 Uhr

UMFRAGE

Mögliche Antworten

Peer Steinbrück will auch als Kanzlerkandidat weiterhin kein Blatt vor den Mund nehmen. Finden Sie das...?