Ökostrom: neue sinnlose Subventionen

10.05.12 | 22:30 Uhr

Ökostrom: neue sinnlose Subventionen

Strom aus Wind, Sonne, Biogas - das ist die Zukunft. Schon heute stammen rund 20 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Energien. Ausgelöst wurde ihr Boom durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Danach bekommt nahezu jeder Ökostromproduzent 20 Jahre lang eine Art Garantiezahlung pro Kilowattstunde. Ein bequemes Verfahren für Windkraftbetreiber oder Solaranlagenbesitzer: Sie bekommen eine feste Summe, je nachdem wie der Wind weht oder wie gut die Sonne scheint.

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Ökostrom: neue sinnlose Subventionen
Jeder Ökostromproduzent bekommt eine Art Garantiezahlung pro Kilowattstunde. Diesen "Ökostromsozialismus" will die Politik jetzt beenden - leider aber nur mit einer neuen Variante.

Doch diesen "Ökostromsozialismus" will die Politik jetzt beenden. Die Produzenten sollen sich am Strommarkt so verhalten wie die Betreiber eines konventionellen Kraftwerks. Die liefern Strom, wenn er gebraucht wird und drosseln ihre Anlagen, wenn zu viel auf dem Markt ist. Damit das beim Ökostrom von nun an auch so läuft, hat sich das Bundesumweltministerium eine neue Prämie ausgedacht: die Marktprämie. Beim Ökostrom ist das schwierig: Wind und Sonne lassen sich nicht beliebig hoch- oder runterfahren, und halbwegs ökonomisch Strom speichern kann man bisher auch noch nicht.

Trotzdem wird die "Marktprämie" jetzt umgesetzt: Betreiber von Solaranlagen und Windrädern müssen sich einen Stromhändler suchen, der ihren Strom an der Strombörse verkauft. Aber immerhin tragen sie kein Risiko, denn Einnahmeverluste werden durch die Marktprämie ausgeglichen. Und es kommt noch besser: Damit die Ökostromproduzenten überhaupt am Projekt Marktprämie teilnehmen, bekommen sie noch etwas oben drauf: die sogenannte Managementprämie, in 2012 immerhin 12 Euro pro Megawattstunde.

Experten gehen davon aus, dass beide Prämien zusammen in diesem Jahr 300-500 Millionen Euro kosten werden - Geld, das am Ende die Verbraucher zahlen müssen. Viel Geld mit wenig Nutzen. Denn der alte Ökostromsozialismus wird mit einer neuen Form des Ökostromsozialismus bekämpft. Und liefern können die Produzenten weiterhin nur, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint.

(10) Kommentare

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Hr.Krauder schrieb am 4. Dezember 2012 um 13:50 Uhr:

Wer soll das bezahlen

Die Lasten bestehen wohl 2013 mit steigender Tendenz. Von über dreihundert Prozent wird gemunkelt. http://frontal21.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Frontal-21/2942216/25328992/76b518/Ungerechte-Stromp... | mehr

Roger schrieb am 23. Mai 2012 um 10:34 Uhr:

Anderer Leute Geld

Wenn Politiker vom Wohlergehen der Bürger sprechen, dann meinen sie sich in der Regel selbst. Die Kosten für die "tolle" Energie-Wende müssen nähmlich die "anderen" Bürger bezahlen. Schön, dass wir... | mehr

FreeSolarkritik schrieb am 11. Mai 2012 um 19:28 Uhr:

Das war ein bereits gesenderter Beitrag

Der Beitrag wurde bereits im April im NDR in "Menschen & Schlagzeilen" gezeigt. Ich frage weiter, wann endlich die "Geheimakte Solarjustiz" thematisiert wird...einfach mal danach googlen...wie ein... | mehr

Gast02123 schrieb am 11. Mai 2012 um 09:06 Uhr:

Schön dass es auch noch Reportagen gibt die die "Ökostrom"-Lüge einmal kritisch betrachten. Gäbe es eine Sinvolle Alternative zu Atomstrom hätten die vielen Weltretter überhaupt keine... | mehr

lapsus schrieb am 11. Mai 2012 um 08:53 Uhr:

Energielüge

Die Energielüge gibt es auch. Kernenergie erzeugt doch keinen Müll.Diese alten KKW verbrauchten nur bis 5% der gespeicherten Energie in den Brennstäben. Die ersten könnten zwar jetzt eingelagert... | mehr

Stand: 09.05.12 18:46 Uhr