05.07.12 | 21:45 Uhr

Wärmedämmung: Wie aus Häusern Brandfallen werden

von Bastian Berbner, Christian Kossin & Güven Purtul

Die Energiewende hat Styropor zum besten Freund vieler Politiker gemacht: Mit dem Material dämmen Millionen Deutsche ihre Häuser, kräftig subventioniert mit Milliarden aus der Staatskasse. So bleiben die Wohnungen im Winter warm und im Sommer kühl. Das spart Energie und schützt das Klima. Alles gut also, wäre da nicht der lästige Brandschutz.

Flammen im Brandversuch-Test © NDR

Wärmedämmung: Wie aus Häusern Brandfallen werden
Mit Styropor dämmen Millionen Deutsche ihre Häuser, kräftig subventioniert mit Milliarden aus der Staatskasse. Doch im Falle eines Feuers kann das verheerende Folgen haben.

Brandriegel bei Großfeuer in Frankfurt nutzlos

Wie sich vor wenigen Wochen in Frankfurt dramatisch bestätigte, kann die Styropor-Dämmung im Falle eines Feuers verheerende Folgen haben. Dies hatte ein Brandtest der Sendung "45 Min" im NDR Fernsehen bereits vor einem Jahr ergeben. Das Ergebnis war von der Industrie und vom zuständigen Deutschen Institut für Bautechnik bestritten worden. Begründung: Beim Test hätten sogenannte "Brandriegel" gefehlt.

Die bieten eine trügerische Sicherheit, wie der Großbrand in Frankfurt beweist: hier konnten die Brandriegel das Feuer nicht stoppen. Feuerwehrleute fordern deshalb das Ende von Styropor als Dämmmaterial. Die Politik wiegelt ab und will erst mal alles in Ruhe prüfen.

Stand: 05.07.12 16:30 Uhr