Der unbequeme Kandidat: Peer Steinbrück

08.12.11 | 22:00 Uhr

Der unbequeme Kandidat: Peer Steinbrück

von Ben Bolz, Johannes Jolmes, Katrin Hafemann

Er ist nicht der klassische Arbeiterführer, kein Menschenfänger, und die Partei hat ihn auch nicht gerufen - und doch möchte Peer Steinbrück offenbar Kanzlerkandidat der SPD werden.

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Der unbequeme Kandidat: Peer Steinbrück
Die SPD hat ihn nicht gerufen und doch möchte er offenbar Kanzlerkandidat werden: Peer Steinbrück. Doch geht das überhaupt - er und die Partei? Panorama über die Ich-AG Kanzlerkandidat.

Dabei hatte der ehemalige Finanzminister nach der Bundestagswahl 2009 alle Parteiämter niedergelegt. Nicht zuletzt deswegen, weil sich die Genossen mit ihm sehr schwer tun - und er sich mit den Genossen. Denn Steinbrück ist anders: Bei den Banken und Finanzunternehmen, wo viele Sozialdemokraten fremdeln, hat er seine Bühne. Wo die Partei bescheiden auftritt, fordert Steinbrück in aller Unbescheidenheit bequeme und komfortable Dienstwagen. Und wo die Parteiseele gestreichelt werden muss, liest Steinbrück der SPD die Leviten. Steinbrück - der Unbeugsame, der -  so sollte man meinen - in seiner Partei nur scheitern kann.

Was also treibt Steinbrück an? Geht das überhaupt - er und die SPD? Panorama über die Ich-AG Kanzlerkandidat - die Ecken und Kanten des Peer Steinbrück.

Das politische Leben von Peer Steinbrück

Die damalige Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis, holte Peer Steinbrück 1993 in ihr Kabinett als Wirtschaftsminister.

2005 verlor Steinbrück die Wahlen als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Damit endete die 39 Jahre andauernde Vorherrschaft der SPD in dem Bundesland.

Die Nähe Steinbrücks zur Wirtschaft - hier mit dem Hauptgeschäftsführer und dem Präsident des IHK - betrachten viele Genossen mit Skepsis.

Respekt in der Bevölkerung verschaffte sich Steinbrück, als er bei Ausbruch der Finanzkrise 2007 als Bundesfinanzminister mit Kanzlerin Angela Merkel regierte.

Peer Steinbrück auf dem SPD-Parteitag in Berlin. Er will offenbar Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten 2013 werden.

Altkanzler Helmut Schmid ist Steinbrücks Mentor. Für ihn ist der ehemalige Finanzminister der richtige Kanzlerkandidat.

Schließlich wird Steinbrück am 9. Dezember auf einem Sonderparteitag mit 93,45 % zum Kanzlerkandidaten gewählt - das zweitschlechteste Ergebnis überhaupt.

Der frischgebackene Kanzlerkandidat sorgt mit allerlei Patzern für miese Umfragewerte.

Doch auf dem Parteitag in Augsburg sorgt er für stehende Ovationen und minutenlangen Applaus.

(8) Kommentare

jetzt kommentieren

MariaRoth schrieb am 9. Dezember 2011 um 17:58 Uhr:

Was sollte dieser Beitrag? Ich habe den Eindruck gewonnen, das Sie bei Panorama nicht gut mit seltbewussten, kompetenten Politikern umgehen können. Was spricht dagegen, dass Peer Steinbrück sich als... | mehr

Franz Roth schrieb am 8. Dezember 2011 um 23:25 Uhr:

billige, unqualifizierte Polemik

ich finde es nicht in Ordnung, dass derart unqulifizierte und unsachliche Beiträge mit meinen Gebühren produziert werden. Ich fände einen solchen Beitrag auch nicht gut, wenn er gegen die Kanzlerin... | mehr

Klaus34 schrieb am 8. Dezember 2011 um 23:16 Uhr:

Aufschlussreich!

Ich fand den Film wirklich aufschlussreich, weil er eben Steinbrück auch mal in Frage gestellt hat. ich mag Steinbrück persönlich. Aber ich finde es gut, daß man mal die Frage stellt, wie das gehen... | mehr

guest schrieb am 8. Dezember 2011 um 22:59 Uhr:

Panorama darf sich Edmund Stoiber als Kanzler zu Weihnachten wünschen, zumindest ist der Steinbrück noch Geistesanwesend. | mehr

guest schrieb am 8. Dezember 2011 um 22:45 Uhr:

Ich kann den Beitrag nicht ganz verstehen, es kann sein dass der Steinbrück sich eventuell ganz nach oben schaukeln will, aber das wollen die meisten die ein höheres Parteiamt inne haben, oder hatten.... | mehr

Stand: 07.12.11 19:12 Uhr