Liberales Prostitutionsgesetz: Wie Deutschland zum Puff Europas wurde

29.09.11 | 21:55 Uhr

Liberales Prostitutionsgesetz: Wie Deutschland zum Puff Europas wurde

Der Markt für Billigsex in Deutschland blüht. Nach Schätzungen gehen 1,2 Millionen Männer jeden Tag zur Prostituierten. Die Frauen kommen meist aus Osteuropa, die Milliardengewinne stecken sich oft Bordellbetreiber und Zuhälter in die Tasche. Bordelle werben mit "20 Minuten Sex für 20 Euro -  der Spartarif im Discountpuff“ oder "Sex so oft du willst, solange du willst und wie du willst"  - zum Flatrate-Preis von 70 Euro." Seit Einführung des Prostitutionsgesetzes im Jahr 2002 ist das alles legal.

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Liberales Prostitutionsgesetz
Panorama über ein Gesetz, das gut gemeint war, jedoch den Betroffenen schadet.

Dabei wurde das Gesetz eigentlich zum Wohl der Huren gemacht. Ihre Arbeitsbedingungen sollten sich verbessern, sie sollten sozial- und krankenversichert sein und ihr Honorar einklagen können. Dadurch sollte es weniger Kriminalität geben, Zuhälter überflüssig werden. Nichts davon ist eingetreten.

Stattdessen schützt das Gesetz offenbar vor allem Zuhälter und Bordellbetreiber. Völlig legal und unkontrolliert von der Polizei können sie ihr Geschäft betreiben und Frauen zu Dumpingpreisen verscherbeln. Für den Leitenden Kriminaldirektor Klaus Bayerl von der Kripo Augsburg unverständlich: "Deutschland ist zum Eldorado für Zuhälter und Bordellbetreiber geworden. Laut Gesetz dürfen sie den Prostituierten sogar Anweisungen erteilen und wir als Polizei können nur zuschauen. Die Ausbeutung der Frauen geht also immer weiter."

(41) Kommentare

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Sexworker schrieb am 13. Oktober 2011 um 16:15 Uhr:

Zahlen-Trixerei

Es muß nochmal betont werden, dass der Beitrag auf veralteten geschätzten Zahlen beruht, um eine prostitutionsfeindliche Behauptung zu verbreiten: Die von Prof. Axel Dreher in seiner EU finanzierten... | mehr

BBI schrieb am 8. Oktober 2011 um 18:55 Uhr:

Schweden: Meiste Vergewaltigungen in EU! (bei Prostitutionsverbot)

Schweden hat in Europa die meisten Vergewaltigungen, rund viermal so viele Anzeigen, auf die Bevölkerungszahl umgerechnet, wie Deutschland! Die Zahl der Anzeigen ist dabei in den 2000er-Jahren stark... | mehr

BBI schrieb am 7. Oktober 2011 um 01:01 Uhr:

Prostitution kann man nicht abschaffen!

Sexualität ist Grundbedürfnis, wie Essen und Trinken, das man nicht abschaffen kann! Enthaltsamkeit und Triebunterdrückung auf Dauer ist unzumutbar! Kommerzielle Befriedigung ist legitim und keine... | mehr

BBI schrieb am 5. Oktober 2011 um 08:56 Uhr:

@GastIn: Bevormunden Sie nicht andere Frauen!

Ich würde eine mir nahe stehende Frau vielleicht nicht direkt unterstützen, aber ich würde es respektieren, wenn sie das lieber macht als sich in Elendsjobs für Löhne knapp über Hartz IV ausbeuten zu... | mehr

Gast schrieb am 4. Oktober 2011 um 21:11 Uhr:

Antwort Pt III

Auch wenn es Sie überrascht: Reden wir über die tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen im Beruf, so sind wir einer Meinung. Reden wir über Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder den... | mehr

Stand: 29.09.11 11:00 Uhr