31.03.11 | 21:45 Uhr

Sexueller Missbrauch in Sportvereinen: Wo die Selbstkontrolle versagt

In der jüngsten Diskussion über sexuellen Missbrauch von Kindern stand bisher vor allem die katholische Kirche am Pranger: Dort befinden sich Minderjährige oft in einem engen Abhängigkeitsverhältnis zu Älteren - Kontrolle und Transparenz waren bisher Mangelware.

Ein Mann legt einem Jungen die Hände auf die Schultern. © picture alliance / ANP Fotograf: Roos Koole

Sexueller Missbrauch in Sportvereinen: Wo die Selbstkontrolle versagt
In der Diskussion über sexuellen Missbrauch von Kindern wurde lange Zeit ein Bereich der Gesellschaft übersehen, der ebenfalls stark vom Missbrauch betroffen ist: der Breitensport.

Dabei wurde lange Zeit ein Bereich der Gesellschaft übersehen, der vergleichbare Strukturen hat und ebenfalls stark vom Missbrauch betroffen ist: der Breitensport. Nach Meinung vieler Experten sind gerade Vereine besonders anfällig für sexuelle Übergriffe - sie fordern daher Führungszeugnisse für ehrenamtliche Trainer und einen Entschädigungsfonds für die Opfer sexueller Gewalt.

Doch der Dachverband des deutschen Sports, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), hält das für unnötig. Er setzt auf freiwillige Selbstkontrolle. Wie es bisher in vielen Vereinen aussieht, beschreibt Panorama an konkreten Fällen.

Stand: 30.03.11 10:00 Uhr