27.08.09 | 21:45 Uhr

Falsche Doktortitel: Handel mit der Eitelkeit

Wer trüge nicht gern einen Doktortitel vor seinem Namen? Kaiser und König sind lange abgeschafft, doch Titel stehen bei uns noch immer hoch im Kurs. Ein Doktortitel ist gut für das gesellschaftliche Ansehen.

Ein Doktorhut. © dpa - Bildfunk Fotograf: Peter Kneffel

Er steht nicht nur für Seriösität und Bildung, sondern wird oft auch mit einem höheren Gehalt belohnt. Ob Manager, Beamte oder Politiker - sie alle streben nach dem Doktor. Und wer nicht die Gabe, Zeit oder Lust hat, sich so einen Titel selbst zu erarbeiten, der holt sich eben Hilfe - und lässt sich den Titel einiges kosten. Bis zu 50.000 Euro legen die künftigen Doktoren dafür auf den Tisch.

Die Auswahl auf dem Weg zum Doktor ist groß: Von reiner Promotionsberatung über Ghostwriting bis hin zu falschen Urkunden - in Zeitungen und im Internet gibt es Angebote im Überfluss. Die Grenzen zwischen Legalität und Betrug verschwimmen und so manch einer macht sich strafbar - getrieben von der Gier nach Titeln. Panorama über ein Geschäft mit der Eitelkeit.