26.03.09 | 22:00 Uhr

Raubzug im Internet - wie Medien Privatfotos stehlen

"Bild"-Zeitung © ddp

"Nein!" Ganz klar und deutlich hatten die Eltern der Bildzeitung eine Absage erteilt. Es sollte keine Geschichte über den tragischen Tod ihrer Tochter im Blatt erscheinen, kein Foto der Verstorbenen veröffentlicht werden. Doch die Journalisten störte das nicht.

Sie suchten im Internet, fanden Fotos und kopierten sie einfach. Das Netz als Selbstbedienungsladen - so sehen das offenbar immer mehr Pressevertreter. Es wird geklickt, kopiert, veröffentlicht - rücksichtslos und ohne Erlaubnis. Und weil jede Redaktion die Erste sein will, passieren Fehler.

So auch nach dem Amoklauf in Winnenden. Innerhalb kürzester Zeit waren Täterbilder auf dem Markt - allerdings von drei völlig unterschiedlichen Personen. Die Zeit für Recherche war offenbar zu kurz. Panorama über den Bilderraub im Internet und die Missachtung journalistischer Grundregeln.

Weitere Informationen zum Thema
Die Medien und der AmoklaufZapp-Beitrag vom 18. März 2009
Massaker in WinnendenDossier bei tagesschau.de
"Fragen stellen ist unser Beruf"Stefan Niggemeier über die Berichterstattung