16.07.09 | 21:45 Uhr

Luxusgehalt trotz Staatshilfe: Die Lügen der Politik

Diese Meldung sorgte vielerorts für Verstörung: Der Vorstandsvorsitzende der angeschlagenen HSH Nordbank, Dirk Nonnenmacher, erhält eine Sonderzahlung von 2,9 Millionen Euro. In der Tat verstörend, schließlich konnte die Landesbank von ihren beiden Hauptanteilseignern Hamburg und Schleswig-Holstein gerade nur durch eine Kapitalspritze in Milliardenhöhe vor dem Ruin gerettet werden.

Das Logo der HSH Nordbank auf einer Fensterscheibe der Kieler Zentrale © dpa Fotograf: Marcus Brandt

Und auch verstörend, weil die Bundesregierung beschlossen hatte, dass Bankmanager nicht mehr als 500.000 Euro im Jahr verdienen sollten, wenn sich der Staat an der Rettung ihres Instituts beteiligt. Die Regierungschefs von Hamburg und Schleswig-Holstein, Ole von Beust und Peter Harry Carstensen, begründen die satte Sonderzahlung mit den "außergewöhnlichen Leistungen" Nonnenmachers und sehen keinen Gesetzesverstoß.

Panorama über die ungebrochene Tradition des Verschweigens und Vertuschens im Fall der HSH Nordbank.

Weitere Informationen und Berichte
Zwist um die HSH-Nordbank geht weiterMeldung vom 15. Juli 2009.

UMFRAGE

Mögliche Antworten

Der Chef der HSH-Nordbank bekommt knapp 3 Millionen. Dabei gibt es eigentlich eine Gehaltsgrenze von 500.000 Euro. Sollten die verantwortlichen Regierungschefs, von Beust und Carstensen, im Amt bleiben?