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09.02.2012

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Sendung vom 10. Dezember 2009

Spendenkampagne von Greenpeace: Populäre Themen, fragwürdige Fakten

"Tod im Netz": Mit drastischen Worten und Bildern schildert Greenpeace in einer Anzeige das massenhafte Sterben von Delfinen in Fischernetzen - und wirbt um Spenden. Im Ärmelkanal leben nach Greenpeace-Angaben gerade noch 10 000 der bedrohten Meeressäuger, 2000 verenden demnach jährlich als Beifang in den Netzen kommerzieller Fischer. Der Bestand vor der englischen Küste sei akut bedroht.

Einer der beiden im September 2007 von der Küstenwache in der Ostsee gesichteten Delfine. © Bundespolizei See Bild vergrößern Bildunterschrift: ]
Doch einige Aussagen in der Greenpeace-Anzeige sind wissenschaftlich fragwürdig oder veraltet. Die genannten Zahlen werden von deutschen und schottischen Meeresforschern massiv angezweifelt. Der Delfin-Bestand sei gar nicht gefährdet, die Zahl der getöteten Tiere inzwischen wesentlich niedriger. Und die verwendeten Fotos stammen aus dem Jahr 2005, genauso wie die aktuell wirkende Greenpeace-Aktion.

Doch Greenpeace geht sogar noch einen Schritt weiter. In der Anzeige behauptet die Organisation, sie setze sich auch in einem Prozess vor dem britischen Gerichtshof für den Schutz der Tiere ein. Ein Verfahren, das schon 2005 abgewiesen wurde, was Greenpeace inzwischen eingeräumt hat.

Fahne von Greenpeace © picture-alliance/ dpa Fotograf: Carsten Rehder

Artikel ansehen Greenpeace-Zahlen falsch und veraltet?

Panorama hatte im Dezember darüber berichtet, dass Meeresforscher massive Zweifel an einigen Aussagen einer Greenpeace-Kampagne haben. Jetzt wird auch bei den Umweltschützern über den Bericht diskutiert. [mehr]

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