12.02.09 | 21:45 Uhr

Kopfgeld für Privatpatienten - heimliche Deals unter Fachärzten

Radiologen gehörten mal zu den Großverdienern des Landes. Doch die Zeiten sind härter geworden. Immer neue Kürzungen im Gesundheitswesen bringen die Ärzte der Hochleistungsmedizin offenbar in immer größere Bedrängnis.

Lungenfacharzt betrachtet die Röntgenaufnahme einer Lunge sowie Computertomographien. © dpa Fotograf: Jan-Peter Kasper

Allein mit Kassenpatienten können sie nicht mehr viel Geld verdienen. Ein Kernspintomograph gilt gemeinhin als Gelddruckmaschine - er ist es aber nur dann, wenn Privatpatienten hineingeschoben werden. Der Radiologe ist also auf Privatversicherte angewiesen. Diese bekommt er oftmals durch Überweisung von Orthopäden. Wenn Orthopäden aber keine Privatpatienten mehr schicken, wird es klamm in der Kasse des Radiologen.

Diese Abhängigkeit scheinen die Orthopäden auszunutzen. Einige verlangen offenbar Geld für überwiesene Privatpatienten. Panorama über einen Patientenhandel, der anscheinend weit verbreitet ist.