15.05.08 | 21:45 Uhr

Zwei-Klassen-Medizin - Teure Privilegien für Beamte und Abgeordnete

Lieb und teuer sind dem Staat seine Beamten. Deshalb bekommen sie auch eine besondere Unterstützung zur Krankenversicherung - die sogenannte Beihilfe. Das ist inzwischen vor allem eins: teuer. Denn wenn ein Arzt einen Beamten behandelt, dann kann er  - wie bei Privatpatienten auch - den 2,3-fachen Honorarsatz berechnen.

Eine Ärztin hält ihr Stethoskop in ihrer Faust © dpa Fotograf: Rolf Vennenbernd

Nett für den Beamten, schließlich wird er deshalb oft bevorzugt behandelt. Den Steuerzahler kostet das allerdings viel Geld. Denn den erhöhten Satz zahlt auch die staatliche Beihilfe.

500 Millionen Euro im Jahr könnte der Staat einsparen, wenn Beamte ähnlich behandelt würden wie die Mehrheit der Deutschen, die gesetzlich versichert sind. Die Änderung wäre denkbar einfach: Ein Satz im Gesetz würde reichen. Aber die zuständigen Politiker haben offenbar kein Interesse. Im Parlament und in den Ministerien sind die meisten nämlich selbst Profiteure der Beihilfe.

Panorama über luxuriös hohe Beihilfesätze - und wenig Interesse, an diesen zu rütteln.

Stand: 05.12.10 17:41 Uhr