14.02.08 | 21:45 Uhr

"Auferstanden aus Ruinen" - Die Wiedergeburt der DKP

Logo der DKP

Kaum einer wusste, dass es sie überhaupt noch gibt - die DKP, die Deutsche Kommunistische Partei. 1968 in der Bundesrepublik gegründet, finanziert von der DDR, befand sie sich seit der Wende in einer Sinnkrise. Ganze 4000 Mitglieder hat die DKP heute noch.

Doch nun ist erstmals in der Parteigeschichte ein Kommunist in einen deutschen Landtag eingezogen. Christel Wegner ist in Niedersachsen der Sprung ins Parlament geglückt - und zwar über die Liste der Linken. Ähnliches könnte bei der Wahl in Hamburg passieren, wo der DKPler Olaf Harms für die Linke antritt. Der Deal ist ganz einfach: Listenplatz gegen Wählerstimmen. So haben es DKP-Mitglieder auf kommunaler Ebene schon in rund 20 Parlamente geschafft - Huckepack bei der Linken.

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, weist die Verantwortung den Landesverbänden zu. Die müssten das Problem lösen. Doch solange es nicht gelöst ist, propagiert die DKP im Bündnis mit der Linken weiterhin Marx’, Engels’ und Lenins Thesen. Ebenso scheint der Linken egal zu sein, dass die Deutsche Kommunistische Partei aus der Geschichte nichts gelernt hat. So wird die DDR im Parteiprogramm noch immer als eine "der größten Errungenschaften der deutschen Arbeiterbewegung" beschrieben.

Und die DKP erklärt sich "solidarisch mit all denen, die durch Klassenjustiz wegen ihres Einsatzes für den Aufbau der DDR verfolgt, eingekerkert und diskriminiert wurden." Dazu bekennen sich auch die DKPler Christel Wegner und Olaf Harms, der für die Linke in die Hamburger Bürgerschaft will. Panorama über die Renaissance der Deutschen Kommunistischen Partei.