14.02.08 | 21:45 Uhr

Sinnlose Hausdurchsuchungen - Die Schnellschüsse der Justiz

Einsatzfahrzeug der Polizei © dpa - Bildfunk Fotograf: Andreas Gebert

Es sieht aus wie nach einem Raubüberfall - dabei ist es nur das Ende einer ganz normalen Hausdurchsuchung: Polizisten und Fahnder haben Jörg K. Wohnzimmer und seine Firma durchkämt. Der Verdacht: Steuerhinterziehung.

Krause allerdings ist völlig unschuldig. Und die Razzia darüber hinaus noch rechtswidrig, so hat es inzwischen das Bundesverfassungsgericht entschieden - die Durchsuchungsaktion sei völlig unverhältnismäßig gewesen, der Tatvorwurf nicht ausreichend geprüft.

Pro Jahr werden in Deutschland zwischen 30.000 und 50.000 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Verfassungsrichter und Anwälte kritisieren nun: Immer öfter seien die jeweiligen Beschlüsse von den zuständigen Ermittlungsrichtern nicht ausreichend begründet und ohne genauere Prüfung einfach abgesegnet worden. Panorama über Schnellschüsse der Justiz - und die fatalen Folgen für die Verdächtigten.