08.06.06 | 21:45 Uhr

Hungerlöhne und Überstunden

von Ben Bolz, Andreas Lange, Anne Kathrin Thüringer
Putzfrau mit Wagen © picture alliance / ZB Fotograf: Waltraud Grubitzsch

Sie putzen Ministerien, sie bewachen Rathäuser, sie schrubben Schultoiletten - und das für extrem niedrige Löhne bei unbezahlten Überstunden. Denn immer öfter entscheiden Länder und Kommunen bei öffentlichen Ausschreibungen nur nach einem Kriterium: dem billigsten Angebot. Und so geben Gebäudereinigungsfirmen oder Wachdienste im harten Wettbewerb immer öfter unrealistische Preise an. Die Folge: Putzfrauen müssen für den gleichen Lohn statt einem jetzt zwei Stockwerke reinigen, Pförtner stehen für das gleiche Geld doppelt so lange an der Schranke. Und die Kommunen und Gemeinden? Sie schauen weg, solange alles funktioniert. Panorama über den Staat, der Ausbeuterfirmen mit Aufträgen versorgt.