Viel versprochen, nichts gehalten - Behörden kapitulieren vor Islamistenschule

von Bericht: Thomas Berndt, Ahmet Senyurt
Eine vollverschleierte Muslima hält einen Koran in der Hand © dpa / picture-alliance

Im Schulunterricht pauken die Schüler radikalen Islamismus. Alltag an der König Fahd-Akademie in Bonn Bad Godesberg. Schon vor Monaten wollte die Kölner Bezirksregierung gegen die Schule vorgehen, weil ein ehemaliger Lehrer in der Schulmoschee zum Heiligen Krieg aufgerufen hatte. Doch passiert ist bislang wenig. Der Unterricht läuft weiter, als sei nichts gewesen: Zwar sind die Schülerzahlen insgesamt leicht gesunken, aber noch immer besuchen täglich mehr als 300 Kinder die von Saudi Arabien finanzierte Schule. Und auch für Islamisten scheinen die Akademie und ihr Umfeld weiter attraktiv zu sein.

Nach Panorama-Recherchen hat der Bonner Staatsschutz über 30 Islamisten im Visier. Tendenz steigend. Darunter auch insgesamt 17 Eltern, die ihre Kinder auf die Saudi-Schule schicken. So entwickelt sich die ehemalige Bundeshauptstadt immer mehr zur Islamistenhochburg in Nordrhein-Westfalen. Und die Behörden schauen hilflos zu.