05.08.04 | 20:15 Uhr

Unter Verdacht - Israelkritiker als Antisemiten?

von Bericht: Ariane Reimers, Maike Rudolph
Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin © dpa Fotograf: Jens Kalaene

Der Nahe Osten und die Kritik an Israel sind in der deutschen Berichterstattung sensible Themen. Unbefangen spricht man über das Thema Juden in Deutschland längst nicht. Mit Recht. Denn zu allgegenwärtig sind Grabschändungen jüdischer Friedhöfe und antisemitische Pöbeleien und Drohungen. Nach einem Bericht der europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus haben sie sogar in den letzten beiden Jahren zugenommen.

Doch wo ist die Trennlinie zwischen kritischer Berichterstattung und Antisemitismus? Häufig drängt sich der Verdacht auf, dass schnell von Antisemitismus gesprochen wird, obwohl davon längst nicht die Rede sein kann. Tatsächlich wird der Begriff oft missbraucht, um Journalisten und Politiker einzuschüchtern. Panorama über die leichtfertige Verwendung des Wortes Antisemitismus.