Enoch zu Guttenberg tritt aus BUND aus

Enoch zu Guttenberg © picture-alliance / dpa Fotograf: Frank Leonhardt

Will nach fast 40 Jahren nicht mehr Mitglied im BUND sein: Der Dirigent Enoch zu Guttenberg.

Nach fast 40 Jahren verlässt Enoch zu Guttenberg den von ihm mit gegründeten Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der erklärte Gegner der "Landschaftszerstörung" durch Windräder wirft dem Umweltverband unter anderem Käuflichkeit vor. Er gehe diesen Schritt "schweren Herzens und in großer Trauer" erklärte der Vater des ehemaligen Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in einem von ihm verfassten Artikel in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Auch Panorama und "Menschen und Schlagzeilen" im NDR Fernsehen hatten mehrfach über die fragwürdige Praxis einiger Naturschutzverbände berichtet, auf Klagen zu verzichten, wenn Konzerne hohe Summen an verbandsnahe Stiftungen zahlen. Guttenberg glaubt, dem BUND sei es vor allem ums Geld gegangen, als er Klagen gegen den Windpark in Nordergründe und die Elbvertiefung zurückgezogen und dafür von den Betreibern Stiftungsgeld kassiert habe.

Für Guttenberg sind Windkraftanlagen "Geländefresser" und " Geräte zur Vernichtung von Vögeln und Fledermäusen". Er vergleicht sie mit Maschinenmonstern aus dem Roman "Krieg der Welten" von H.G.Wells. Zu Guttenberg, der zu den bekanntesten deutschen Dirigenten gehört, ist seit langer Zeit im Umweltschutz aktiv und hatte hatte den BUND 1975 zusammen mit Horst Stern, Bernhard Grzimek, Herbert Gruhl, Hubert Weinzierl und Hubert Weiger gegründet. Der Verband, der mittlerweile rund 480.000 Mitglieder hat, wies die Vorwürfe zurück.

Stand: 14.05.12 13:22 Uhr