Krankenkassen: Arbeitnehmer tragen weitere Kostensteigerung allein
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Union und FDP haben beschlossen, dass der Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung 2011 von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent steigt. Zum letzten Mal wird damit die im Medizinbereich übliche Kostensteigerung von Arbeitgebern und Arbeiternehmern großteils gemeinsam getragen. In Zukunft sollen Kostensteigerungen im Wesentlichen über Zusatzbeiträge finanziert werden, die die versicherten Arbeitnehmer zu 100% allein zahlen müssen.
Panorama hatte bereits im Oktober 2008 berichtet, dass die damals regierende große Koalition die Mehrausgaben der Krankenkassen zu einem erheblichen Teil den Arbeitnehmern aufbürden wollte. Denn bereits zur Einführung des so genannten Gesundheitsfonds war für den Fall der Unterfinanzierung ein Zusatzbeitrag vorgesehen, der aber auf maximal 1% des Einkommens begrenzt war. Dieser soll nun künftig von den Versicherten in unbegrenzter Höhe verlangt werden können, ohne dass die Arbeitgeber an einer Kostensteigerung im Gesundheitswesen beteiligt werden. Der Vorstandschef der AOK Bayern, Helmut Platzer, nannte die Pläne das "Ende der solidarischen Krankenversicherung" und kritisierte, damit werde "ein Erfolgsmodell aufgegeben, das seit Jahrzehnten den sozialen Frieden in Deutschland" gesichert habe.




