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10.02.2012

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Erste große Krankenkassen kündigen Zusatzbeiträge an

Versichertenkarten verschiedener deutscher Krankenkassen © dpa Fotograf: Oliver Berg Bild vergrößern Bildunterschrift: ]
Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) und die KKH-Allianz sind die beiden ersten großen gesetzlichen Krankenkassen, die Zusatzbeiträge in Höhe von acht Euro erheben werden. Dies kündigten der DAK-Vorsitzende Herbert Rebscher und KKH-Allianz-Vorstandsmitglied Rudolf Hauke am Montag an. Einige Betriebskrankenkassen wollen offenbar ebenfalls mitziehen.

Versichertenkarten verschiedener deutscher Krankenkassen © dpa Fotograf: Oliver Berg Bild vergrößern Bildunterschrift: ]
Den Anfang hatte im August 2009 die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) gemacht und aus aus Geldnot Zusatzbeiträge erhoben. Damals sprach die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) noch von einem "Sonderfall", jetzt kündigt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach an, die mittlerweile oppositionellen Sozialdemokraten würden "in den kommenden Monaten ein Alternativkonzept zur Gesundheitspolitik" vorlegen, weil "Einkommensschwache sonst besonders belastet würden". Von Panorama hatte die SPD bereits im Oktober 2008 erfahren können, dass die Gesundheitsreform zu Zusatzbeiträgen führen wird, die ausschließlich von den Arbeitnehmern finanziert werden müssen. Denn der im Gegensatz zu einer regulären Beitragserhöhung wird der Zusatzbeitrag nur von den Versicherten verlangt – und nicht von den Arbeitgebern.

Verschiedene Unionspolitiker forderten unterdessen "stärkere Sparanstrengungen" von den Krankenkassen. Nach Meinung der von Panorama befragten Experten ignoriert diese Spar-Rhetorik allerdings, dass die Kosten im Gesundheitswesen auch langfristig vor allem aufgrund demographischer Veränderungen und teurerer behandlungen weiter steigen werden - zu Lasten der Versicherten.

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Do, 23. 02. 2012 | 21:45 Uhr