Zschäpe-Anwalt: Mittäterschaft nicht erwiesen

Zschäpe-Anwalt: Mittäterschaft nicht erwiesen

von Christian Fuchs, John Goetz, Anke Hunold und Anna Orth

Der Anwalt der mutmaßlichen NSU-Terroristin Beate Zschäpe, Wolfgang Heer, bestreitet die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft, wonach Zschäpe Mittäterin bei den Verbrechen des NSU war. In einem Interview für den Norddeutschen Rundfunk/Panorama sagte Heer: "Wir halten schon jetzt die Hypothese der Bundesanwaltschaft, Frau Zschäpe sei Mittäterin, für äußerst gewagt und gehen davon aus, dass diese Hypothese nicht bestätigt werden wird."

S

Projekktor V%{_version}

OK

Fehler melden:

Abbruch

Bitte senden Sie diesen Text an internet.technik@ndr.de:

Vielen Dank, dass Sie uns bei der Verbesserung unseres Angebotes helfen!

OK

Tastaturbelegung:

Leertaste Abspielen / Pause ESC Stop

Lautstärke suchen

v Vollbildmodus t Ton aus m Ton an

Der Mauszeiger muss sich über dem Player befinden.

OK

00:00:00
  • S P
  • 00:00:00
    00:00:00
  • N V
  • T M
  • U
    • Hilfe:
    • Tastatur
    • Fehler melden
    • Player Info
    • Playerformat:
    • Flash
    • HTML
    • automatisch
    • Qualität:
    • höchste
    • mittlere
    • geringe
    • automatisch
    E

Neue Videoaufnahmen von Beate Zschäpe
Der Norddeutsche Rundfunk zeigt auf panorama.de die ersten Video-Bilder von Beate Zschäpe seit 14 Jahren.

"Zschäpe war an keinem Tatort zugegen"

In dem Interview, das in Ausschnitten am Samstag, 17.11.2012, in den Tagesthemen gesendet wird, bestreitet Heer außerdem, dass sich seine Mandantin in der Nähe der Tatorte aufgehalten habe. "Nach unseren Informationen war Beate Zschäpe an keinem Tatort und auch nicht in der Nähe des Tatortes zugegen." Damit widerspricht Heer der Darstellung der Bundesanwaltschaft und Medienberichten. Laut Anklage der Bundesanwaltschaft wurde Beate Zschäpe 2005 am Tag des Mordes an Ismail Yasar in Nürnberg von einer Zeugin in unmittelbarer Nähe des Tatortes gesehen. Heer: "Wir kennen diese Zeugenaussage. Diese Zeugin hat erstmals 2005 ausgesagt. Sie hatte damals bekundet, zwei Männer wahrgenommen zu haben, zu einer Frau hat sie nichts Besonderes erwähnt. Sie hatte eine Frau überhaupt nicht genannt in der ersten Vernehmung. Dann wurde sie nachvernommen von der Bundesanwaltschaft. Und hat in einer Videosequenz die Mandantin erkannt. Die Mandantin ist inzwischen äußerst bekannt durch die Medien und wir gehen daher davon aus, dass da überhaupt kein Beweiswert vorhanden ist." Heer kündigte an, seiner Mandantin zu raten, weiterhin "keine Angaben zur Sache zu machen", also zu schweigen.

NDR zeigt Gegenüberstellungs-Video

Das Bundeskriminalamt hat bei den Ermittlungen gegen Beate Zschäpe auch Video-Aufnahmen der Beschuldigten eingesetzt. Die Bewegtbilder, die dem Norddeutschen Rundfunk vorliegen, zeigen Zschäpe in einer Art Gegenüberstellung, mutmaßlich um sie möglichen Zeugen vorspielen zu können. Der Film zeigt mehrere Minuten lang neben sieben anderen Vergleichspersonen auch das letzte überlebende Mitglied des NSU in verschiedenen Einstellungen. Sie ist mit verschiedenen Frisuren sowie mit und ohne Brille zu sehen. Der Norddeutsche Rundfunk zeigt auf panorama.de die ersten Filmaufnahmen von Beate Zschäpe seit über vierzehn Jahren. "Üblicherweise wird so was mit einer Wahllichtbildvorlage, also mit Fotos gemacht. Ich habe es hier selbst zum ersten Mal erlebt, dass eine Videogegenüberstellung erfolgt ist. Aber wir gehen davon aus, dass der Beweiswert gegen Null tendiert", sagte Heer in Bezug auf die Identifizierung Zschäpes in der Nähe des Nürnberger Tatortes.

Beate Zschäpe wird als Mitglied der Terrorbande "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) angeklagt. Ihr wird vorgeworfen, als Teil der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" zwischen 1998 und 2011 als "gleichberechtiges Mitglied" an der Planung von zehn Morden, zwei Bombenanschlägen und 15 Raubüberfällen beteiligt gewesen zu sein.

Ausschnitte des Videos und von dem Interview mit Wolfgang Heer sind in den ARD-Tagesthemen (17.11.2012) zu sehen.

(7) Kommentare

jetzt kommentieren

Torsten schrieb am 5. April 2013 um 23:11 Uhr:

Fakten bitte

Liebe Panoramaredaktion. Bringen sie mal Fakten. Nicht diese konstruierten substanzlosen Beiträge. Kein Mord ist beweisen, so genannte Beweise basieren immer auf dem Video, das aus linker Ecke zu Geld... | mehr

Gast schrieb am 5. April 2013 um 08:39 Uhr:

Terror

Die ist doch schon vielfacg verurteilt worden. Unschuldsvermutung gilt hier anscheinend nicht. Ein Schauprozess darf erwartet werden. Hoffenlich blamieren sich die Justizler nicht. | mehr

Don.corleone schrieb am 7. Dezember 2012 um 18:18 Uhr:

Unschuldsvermutung gilt bis zu einem evtl .Urteil

Auch Frau Tschäpe gilt bis zur Ihrer evtl Verurteilung als unschuldig ......... Das ist d. Deutsche Rechtslage ... Ist das so schwer zu verstehen ? Insofern, gemach ,, gemach ... | mehr

Rechtsanwalt schrieb am 21. November 2012 um 08:40 Uhr:

Breaking News

Ein Anwalt hält die Anklage gegen seine Mandantin für noch nicht bewiesen? Das hat ja mal einen echten Nachrichtenwert. Und was soll uns dieses Video eigentlich sagen?! | mehr

Selbstdenker schrieb am 20. November 2012 um 17:32 Uhr:

Seltsam

Wie kann dieses Video nach außen dringen? Die Sache stinkt gewaltig!!! | mehr

Stand: 17.11.12 15:05 Uhr