Mixa bittet um Verzeihung - tritt aber nicht zurück

Der seit Wochen unter Kritik stehende Augsburger Bischof Walter Mixa hat jetzt sein Verhalten bedauert. "Es tut mir im Herzen weh und leid, dass ich vielen Menschen Kummer bereitet habe. Ich bitte um Verzeihung", sagte Mixa laut Bistum bei einer Sitzung des Priesterrats. Das aus 35 Pfarrern bestehende Gremium beriet mit Mixa über Vorwürfe gegen den Bischof.

Bischof Walter Mixa bei einer Predigt am 15.08.2007. © dpa Fotograf: Stefan Puchner

Ein Mitglied des Priesterrat sagte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass Mixa "nicht mehr zu halten ist." Viele Kollegen fragten nicht mehr "ob der Bischof geht, sondern wann er geht". Die spannendene Frage sei jetzt schon: "Wer kommt danach?" Es gebe im Bistum einen "massiven Vertrauensverlust bei Spenden und Kirchensteuerzahlern."

Ehemalige Bewohner des Kinderheims Schrobenhausen hatten zuvor an Eides statt versichert, von Mixa geschlagen worden zu sein. Das bestätigen auch die Ermittlungen eines vom Kinderheim eingesetzten Sonderermittlers. Nachdem der Bischof wochenlang bestritt, Kinder geschlagen zu haben, räumte er dies nun ein. Die "eine oder andere Watsch'n" habe er verteilt. Das sei aber keine Gewalt und er habe auch nie Kinder und Jugendiche misshandelt. Zudem wird Bischof Mixa Veruntreuung von Geldern der Waisenhausstiftung vorgeworfen. Panorama hatte über den Fall Mixa in derSendung vom 15. April 2010 berichtet.