Bangladesch: Kinderarbeit bei KiK-Zulieferer

Ein Team des Fernsehsenders RTL hat in Bangladesch arbeitende Kinder in einer Textilfabrik entdeckt, die auch für den deutschen Discounter Kik produziert hat. Das Unternehmen bestätigte der Nachrichtenagentur dpa in einer Stellungnahme ein angeblich "illegales Subcontracting": Ein Hauptlieferant in Bangladesch habe mit illegalen Methoden gearbeitet. Man werde die Geschäftsbeziehungen sofort beenden.

Auch Panorama hatte in der Vergangenheit immer wieder über die Bedingungen in der Herstellungsländern von Billigtextilien für den deutschen Markt berichtet. Nach Angaben von RTL hatte sich sich ein Reporter des Senders als Textileinkäufer getarnt und mit versteckter Kamera Zutritt zu Fabriken nahe der Hauptstadt Dhaka bekommen, die für den deutschen Markt produzieren. In einer Fabrik arbeiteten demnach Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren.

Näherin im Gespräch mit Christoph Lütgert

Tod in der Fabrik: der Preis für billige Kleidung
Verriegelte Türen, schlampiger Brandschutz, abgebrannte Fabriken: Mehr als 700 Menschen sind in den vergangenen Jahren bei Bränden in Nähstuben in Fernost ums Leben gekommen.

Stand: 03.04.13 14:00 Uhr