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10.02.2012

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Wird Schill-Unterstützer Hamburger Wirtschaftssenator?

Der designierte Hamburger Wirtschaftssenator Ian Karan gerät wegen seiner finanziellen Unterstützung der Schill-Partei vor rund zehn Jahren unter Druck. In einem Panorama-Bericht hatte der Selfmade-Millionär schon damals nicht abgestritten, die Partei des ehemaligen Innensenators Ronald Schill finanziell gefördert zu haben.

Bildcollage: Der Hamburger Unternehmer Ian Karan vor dem Hamburger Hafen. © Picture Alliance, H intergrund dpa Fotograf: Karan: SCHROEWIG/Schoen, Hintergru nd: A3576 Maurizio Gambarini Bild vergrößern Bildunterschrift: ]
Jetzt ist herausgekommen, dass Karan über Teile seiner Biografie nicht die Wahrheit gesagt hat. So war die von Karan in der Vergangenheit wiederholt bekräftigte Behauptung, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihn persönlich aufgefordert, deutscher Staatsbürger zu werden, offenbar frei erfunden: "Das ist falsch. Merkel hat mich niemals dazu aufgefordert", sagte Karan der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Hamburger Multimillionär gab auch zu, dass er im Gegensatz zur bisherigen Darstellung nicht aufgrund von Protesten gegen den Vietnamkrieg die London School of Economics ohne Studienabschluss verlassen musste: "Der wahre Grund waren meine hohen Fehlzeiten", so Karan.

Auch Karans Unterstützung für den Rechtspopulisten und früheren Hamburger Innensenator Ronald Schill war größer als bisher bekannt. Er habe dessen Partei drei Mal Summen bis zu jeweils 20 000 Euro gespendet, letztmals 2004. Vom Vorgehen Schills gegen kriminelle Ausländer habe er sich deshalb versprochen, stärker von der Hamburger Gesellschaft akzeptiert zu werden. Zudem soll der 71-Jährige nach dem Panorama-Bericht von 2001 sein Büro für einen Wahlwerbespot der Partei des Rechtspopulisten zur Verfügung gestellt haben. Im vergangenen Jahr hatte Karan sein umstrittenes Engagement bedauert und seine Unterstützung für Schill als "großen Fehler" bezeichnet.

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