Altmaier kritisiert "unkoordinierte" Energiewende

Altmaier kritisiert "unkoordinierte" Energiewende

Laut Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat es "in der Vergangenheit Koordinierungsprobleme" bei der Energiewende gegeben, aus denen "für die Zukunft gelernt werden müsse". Das sagte er der "Passauer Neuen Presse" und forderte eine bessere Zusammenarbeit der Länder: "Wenn die Bundesländer die Energiewende weiter unkoordiniert vorantreiben, werden wir am Ende doppelt so viel Wind- und Solarkapazitäten haben wie nötig. Und das würde entsprechend höhere Kosten nach sich ziehen", so Altmaier. Panorama hatt zuletzt mehrfach über das Wirrwarr bei der Energiewende und diverse, zum Teil sinnlose Subventionen berichtet.

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Energiewende: Größenwahn statt Megaplan
Das ökologische Megaprojekt "Energiewende" wirkt manchmal eher wie ein Himmelfahrtskommando. Reporterin Anja Reschke fragt: Können wir die Energiewende noch schaffen?

Keine Vergünstigungen für Geringverdiener

Peter Altmaier © dapd Fotograf: Berthold Stadler

Sorgt sich um den Strompreis, will aber keine "Sozialtarfie": Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU).

Altmaier befürchtet, dass Strom auch durch die unkoordinierte Energiewende immer teurer wird, lehnt Vergünstigungen beim Strompreis für Geringverdiener aber ab. Er kämpfe dafür, "dass sich alle Beteiligten im Herbst auf einen nationalen Konsens für bezahlbare Strompreise verständigen", so der Minister, Sozialtarife seien "der falsche Weg". Sie setzten "keinen Anreiz zum Stromsparen, sondern würden eher zu einem sorgloseren Umgang mit Strom führen". Allerdings dürfe es "bei der Energiewende keine soziale Schieflage geben", so Altmaier. Dafür werde er gemeinsam mit Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) sorgen. Zu diesem Zweck werde man sich im Herbst mit Sozial- und Verbraucherverbänden austauschen.

Quelle: PnP/dpa

(4) Kommentare

jetzt kommentieren

momo schrieb am 27. Juli 2012 um 06:10 Uhr:

Altmeier"kritisiert".......

Gerade Hartz 4 ler und Geringverdiener müssen doch Strom sparen, weil sonst das Geld zum Leben nicht reicht. Und dann will die CDU eine Volkspartei sein......tzzz ist nur die Frage für welche Teile... | mehr

PioHauptmann schrieb am 26. Juli 2012 um 23:06 Uhr:

Dipl.- Ing.

Bei 25 % EEG muss Schluss sein. Wind und Sonne erzeugen Zufallsstrom, daher sind superteure Stromspeicher, Kosten mehrere hundert Milliarden Euro, Stromtrassen für 25 Milliarden Euro, dazu eine kaum... | mehr

Margarita schrieb am 24. Juli 2012 um 01:46 Uhr:

Bitte mehr Rücksicht

Zu einem weiteren Energie-Thema, dem "Fracking", hörte ich grad heute Morgen im Radio von Herrn Minister Altmaier den Satz: "Das läßt sich mit den Bürgern nicht machen" - bitte? Das deckt sich nicht... | mehr

Margarita schrieb am 17. Juli 2012 um 02:39 Uhr:

Günstig - oder nur genug

Strom wird im Haushalt gebraucht und dabei nicht von jedem verschwendet. Trotz gleichem oder gar geringerem Verbrauch sind die nächsten Abschlagszahlungen häufig höher. Viele Rentner und... | mehr

Stand: 11.07.12 09:00 Uhr