Ermittlungen gegen Carsten Maschmeyer

AWD-Gründer Carsten Maschmeyer steht in Österreich unter dem Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn und rund 20 andere AWD-Manager, wie verschiedene Medien berichten. Die Ermittlungen gehen auf eine Anzeige des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zurück.

Der heute zum Schweizer Versicherungskonzern Swiss Life gehörende AWD soll tausende österreichische Kunden bei riskanten Immobilien-Geschäften absichtlich und systematisch falsch beraten haben, wodurch diese massive Verluste erlitten hätten. Gleichzeitig sollen Maschmeyer und seine Manager von den Immobilienunternehmen hohe Provisionen kassiert haben.

Über die Geschäftspraktien des AWD und seines Gründers Carsten Maschmeyer, der heute Großaktionär und Mitglied des Verwaltungsrats von Swiss Life ist, hatte Panorama bereits mehrfach berichtet. AWD-Sprecher Bela Anda wies die Vorwürfe gegenüber dem "Zürcher Tagesanzeiger" "in aller Schärfe" zurück. Der AWD droht nun seinerseits mit rechtlichen Schritten gegen den VKI und dessen "unternehmensschädigende Kampagne".

Carsten Maschmeyer beim 38. Deutschen Filmball © dpa Fotograf: Tobias Hase

Carsten Maschmeyer: Die Unschuld vom Maschsee
Der Gründer des AWD wehrt sich in der BILD gegen die Vorwürfe einer ARD-Dokumentation. Panorama über ein weiteres Kapitel in der schillernden Karriere von Carsten Maschmeyer.

Stand: 01.12.11 16:58 Uhr