Fonds für AKW-Kosten

Fonds für AKW-Kosten

Laut einer aktuelle Studie von Greenpeace und dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) könnten Abriss und Endlagerung von Atomkraftwerken den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Die AKW-Betreiber haben zwar Rücklagen in Höhe von 30 Milliarden Euro gebildet, Greenpeace und FÖS rechnen jedoch mit Kosten von mindestens 44 Milliarden Euro. Außerdem seien die Rückstellungen nicht insolvenzsicher.

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Billiger Atomstrom: Keine Haftung für die Folgen
Offenbar kommt "billiger" Atomstrom nur durch Tricks bei der Schadenshaftung zustande. Würde man Atomkraftwerke regulär versichern, wäre selbst der teuerste Ökostrom noch billiger.

Um gegen mögliche Pleiten eines Kernkraftwerks-Betreibers und damit gegen Risiken für die Finanzierung des Rückbaus gewappnet zu sein, schlägt die Studie einen öffentlich-rechtlichen Fonds vor, in den die langfristig für die atomare Endlagerung benötigten Rückstellungen fließen sollen. "Denn die turbulente Wertentwicklung der Aktien an den Wertpapierbörsen zeigt, dass es sich bei den Energiekonzernen um hochspekulative Unternehmen handelt," erklärt Breuer.

Erhebliche Kostenüberschreitungen möglich

Schafe fressen auf dem Gelände vor dem AKW in Brokdorf © NDR Fotograf: Hanno Hotsch

Fonds für AKW-Kosten? Abriss und Endlagerung könnten den Steuerzahler teuer zu stehen kommen.

Diese Vorwürfe weist das Atomforum entschieden zurück: Das Rückstellungssystem habe sich seit Jahrzehnten bewährt. "Es beruht auf der größten Sorgfalt der Betreiber, unabhängiger Wirtschaftsprüfer und der Finanzbehörden", so Ralf Güldner, Präsident der Interessenvertretung der Atomwirtschaft. "Die Kostenübernahme für den Rückbau und die Entsorgung aller Abfälle ist durch das Atomgesetz eindeutig und unmissverständlich geregelt."

Auch warnt die aktuellen Studie von Greenpeace und FÖS vor unvorhergesehenen Kostenüberschreitungen. "Die Kraftwerksrückbauten sind Großprojekte. Kostenüberschreitungen bis zu 25 Prozent sind da keine Seltenheit", bemerkt auch die Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL). Doch auch höhere Ausgaben von bis zu 25 Prozent könnten noch zu optimistisch gerechnet sein: Allein der Abriss eines kleinen 13-Megawatt-Hochtemperaturreaktors (HTR) im Forschungszentrum Jülich verschlingt nach aktuellen Kalkulationen mehr als 600 Millionen Euro Steuergelder - doppelt so viel wie ursprünglich berechnet

Stand: 11.04.12 16:09 Uhr