AfD versucht, "Lügenpresse" auszutricksen

Vor gut zwei Wochen am AfD-Wahlstand in Hamburg-Poppenbüttel: Der Spitzenkandidat der Partei, Jörn Kruse, kann niemanden so recht für sich begeistern. Und das, wo doch ein Fernsehteam von Panorama vor Ort ist. Kurzerhand mimt ein Parteiaktivist den interessierten Bürger: Maximilian Kneller. Er ist Beisitzer im NRW Vorstand der "Jungen Alternative", der Jugendorganisation der AfD.

Der AfD-Abgeordnete Jörn Kruse

Versucht die AfD die "Lügenpresse" auszutricksen? Teil 1
Was tun, wenn eine Kamerateam den AfD Spitzenkandidaten am Wahlstand dreht, aber es ihm einfach nicht gelingt, mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen?

Videoclips werden in sozialen Netzwerken zum Klickerfolg

Die beiden Videoclips sind eine Art "Abfallprodukt" eines Drehs mit Jörn Kruse. Panorama Redakteur Ben Bolz hatte mit Kruse für einen Film an einem Infostand in Hamburg-Poppenbüttel gedreht. In dem Bericht in der Sendung am vergangenen Donnerstag, der sich aufgrund der Aktualität mit der gescheiterten Pegida-Anbiederungsstrategie der AfD beschäftigte, kam das Material nicht vor.

Dem Zuschauer vorenthalten wollte es die Panorama-Redaktion aber dennoch nicht. Zeigt es doch ein sehr eigenwilliges Verständnis von Journalismus bei der Partei, deren Anhänger öffentlich-rechtliche Sender allzu gerne als "Lügenpresse" beschimpfen. In den sozialen Netzwerken haben bereits mehr als 500.000 User den missglückten Trick der AfD gesehen.