Panorama und die "Spiegel-Affäre"

Am Abend des 26. Oktober 1962 gegen 21.30 Uhr dringen Fahnder des Bundeskriminalamts in die Redaktionsräume des "Spiegel" in Hamburg ein. Staatsanwalt Siegfried Buback will einen Durchsuchungsbeschluss und Haftbefehle gegen Herausgeber Rudolf Augstein, die Chefredakteure Johannes Engel und Claus Jacobi, sowie vier weitere führende Mitarbeiter volllstrecken. Der Vorwurf lautet: Landesverrat. Panorama berichtet am 4. November ausführlich:

Polizisten vor der Spiegelredaktion

Panorama vom 4. November 1962
Die Spiegelaffäre: Öffentliche Diskussionen, Demonstrationen, Interviews am Zeitungskiosk, Hausdurchsuchungen bei Spiegel-Redakteuren im Verlagshaus

Der Versuch, ein kritisches Medium mundtot zu machen, löste bundesweit Empörung aus. Studenten, aber auch viele andere Bürger demonstrierten und organisierten Diskussionsveranstaltungen. Bereits am 1. November gab es in Hamburg eine solche Podiumsdiskussion, die der NDR aufzeichnete. Diesen Mitschnitt dokumentiert Panorama hier nun erstmals vollständig in zwei Teilen:

Rudolf Augstein liest in einer Zeitung mit der Titelstory "Das Bundesgericht ließ Augstein frei".

Diskussionsrunde zur "Spiegel-Affäre" 1962
Sehen Sie hier den ersten Teil der Diskussion.

Rudolf Augstein nach seiner Haftentlassung mit Spiegel-Chefredakteur Conrad Ahlers © dpa picture-alliance Fotograf: dpa picture-alliance

Diskussionsrunde zur "Spiegel-Affäre" 1962
Sehen Sie hier den zweiten Teil der Diskussion.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Panorama | 04.11.1962 | 21:15 Uhr