07.04.13 | 21:45 Uhr

Die Geldverstecke der Reichen – Steuerflucht auf unsere Kosten?

Urlauber am Strand von White Bay in der Karibik © picture-alliance Fotograf: Hilke Segbers

Steuerparadies Karibik - hier sind teilweise so gut wie keine Steuern fällig.

Ein Jahr lang haben Journalisten aus aller Welt 2,5 Millionen vertrauliche E-Mails, Dokumente und Tabellen analysiert. Das Ergebnis ist hochbrisant: Tausenden Anlegern aus zahlreichen Ländern konnten die Rechercheure offenbar Steuerflucht nachweisen. Unter den Beschuldigten befinden sich neben Finanzjongleuren, Waffenhändlern und Superreichen auch prominente Namen - wie beispielsweise der des vor zwei Jahren verstorbenen Millionenerben und Kunstsammlers Gunter Sachs.

Die Dokumente zeigen, wie Steuertrickser mit Hilfe von Dienstleistern, Briefkastenfirmen, Trusts und Tochterfirmen ein weltweites, undurchdringliches Finanzgeflecht aufgebaut haben. Im Fokus stehen Steueroasen wie die Kaiman-Inseln, Panama und Hongkong aber auch europäische Staaten wie Liechtenstein und die Schweiz, in denen Superreiche ihr Vermögen zumeist steuerfrei anhäufen.

Unter den Steuertricksern befinden sich laut Medienberichten auch zahlreiche Deutsche, die ihr Vermögen – möglicherweise am Fiskus vorbei – ins Ausland geschafft haben. Sie müssen nun mit Ermittlungen rechnen - die Bundesregierung hat bereits die Herausgabe der Dokumente gefordert.


Sparen sich Superreiche auf Kosten der braven Steuerzahler noch reicher? Wie funktioniert das System der Steuertrickser? Warum werden Steueroasen geduldet? Ist es moralisch vertretbar, Vermögen überhaupt ins Ausland zu schaffen?


Darüber diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.