19.08.12 | 21:45 Uhr

Her mit euren Millionen – drücken sich die Reichen?

Steuer-CD © dapd Fotograf: Jörg Koch

Die Reichen sollen stärker zur Kasse gebeten werden.

Es sind keine angenehmen Zeiten für Deutschlands Vermögende. Von allen Seiten werden sie misstrauisch beäugt, immer lauter werden die Stimmen, die mehr Verantwortung von Millionären und Milliardären fordern. "Die Reichen müssen endlich stärker zur Kasse gebeten werden", fordern Bürger, Sozialverbände und Politiker. Und wer sein Geld am Fiskus vorbei auf Schwarzgeldkonten im Ausland parke, müsse mit allen Mitteln verfolgt werden.

Um die Reichen zur Verantwortung zu ziehen, sollen nun neue Gesetze her. Die Oppositionsparteien im Bundestag – SPD, Grüne und Linkspartei – fordern höhere Spitzensteuersätze und die Einführung einer Vermögenssteuer. Die Regierung hingegen möchte unbedingt ein Steuerabkommen mit der Schweiz schließen, mit dessen Hilfe Schwarzgelder auf Schweizer Konten nachträglich einmalig besteuert werden können.

Keine gute Idee, meinen viele Oppositionspolitiker, denn das Steuerabkommen beinhalte auch, dass Steuerhinterzieher straffrei bleiben. Viele Oppositionelle wollen daher lieber weiterhin mittels gekaufter Steuerdaten-CDs Jagd auf Steuerflüchtige machen. Der Ankauf der CDs ist jedoch rechtlich umstritten und sorgt für politische Missstimmung zwischen Deutschland und Ländern wie der Schweiz, Luxemburg oder Liechtenstein.

Ist Steuerhinterziehung nur ein Kavaliersdelikt? Ist der Kauf geklauter Bankdaten legitim? Soll Deutschland Vermögende und Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten? Wie viel bringen Sondersteuern für Reiche?

Diese Fragen diskutierte Günther Jauch am Sonntagabend mit seinen Gästen.